Übersichts-Bericht zur 2. Bundesliga Ost2. Kampftag, 30.8.2003 WKG Pausa/Plauen unterlag Aufsteiger Auerbach/Chemnitz Thalheim erobert sich mit Kantersieg über Potsdam die Tabellenspitze Optimismus hatte sich nach dem sensationellen Auftakt beim ersten Saisonpunktkampf der WKG Pausa/Plauen in Gelenau breit gemacht, die Vogtländer wollten nun auch beim Heimkampfdebüt der neuen Saison nachsetzen und sich ein ordentliches Polster für die ohnehin schwere Saison verschaffen. Doch man war auch gewarnt, denn der Aufsteiger Auerbach/Chemnitz hatte sich vor der Saison enorm verstärkt. Mit Senol und Ramazan Aydin kamen zwei Erstbundesligisten ins Erzgebirge, die Brüder Sedat und Bülent Dagdemir vom TRV Berlin können ebenfalls auf eine Reihe Erst- und Zweitligaduelle verweisen. Dazu kommt noch der Neuzugang aus Jena, Michael Schütz, der auch schon Erstligaluft schnupperte. Die Trümpfe der Gäste stachen dann auch, die fünf Neuzugänge sicherten am Ende den klaren 10,5:19-Sieg der Gäste. Für die WKG Pausa/Plauen siegten den ersten beiden Kämpfen Martin Petzold (55 kg) und David Vala (120 kg), beide sorgten für den 6:0-Vorsprung. Doch dann begann die starke Zeit der Erzgebirger, nur Jörg Hocke (84 kg/GR) und Ralf Krause (84 kg/FR) konnten noch weitere Zähler für die vogtländische Kampfgemeinschaft erzielen. Natürlich gab es Ernüchterung im Pausaer Lager, "doch wir wussten ja vorher, mit welch guten Leuten sich die Aufsteiger aus dem Erzgebirge verstärkt haben", hatte Mannschaftsleiter Reiner Klemm schon geahnt, wie schwer der Heimkampfauftakt für sein Team werden wird. Der RV Thalheim hat sich am 2. Kampftag die Tabellenführung erobert. Nachdem die Ringer um Trainer Schwarzer in der Vorwoche schon Taucha deklassiert hatten, gab es gegen den RC Germania Potsdam einen 29,5:2-Kantersieg in eigener Halle. Einzig Mirko Schmidt (120 kg) gab die Punkte an das brandenburgische Team ab, die anderen neun Kämpfe gingen auf das Konto der Erzgebirgler. Ronny Fritz (96 kg), Heiko Gensicke (66 kg/FR), Heiko Heinemann (84 kg/GR) und Dominic Förster (66 kg/GR) holten durch Schultersiege die volle Punktzahl und machten so dieses hohe Ergebnis perfekt. Der RV Thalheim ist nun bereits dort, wo man am Saisonende auch stehen will, an der Tabellenspitze. Der RC Germania Potsdam rangiert dagegen bereits wieder im hinteren Tabellendrittel. Bei seinem zweiten Heimkampf sorgte auch der Bundesligaabsteiger KFC Leipzig für Furore. War in der Vorwoche gegen Aufsteiger Luftfahrt Berlin von vorn herein ein hoher Sieg erwartet worden, so waren vor der Begegnung gegen den RSK Gelenau die Chancen doch recht ausgeglichen. Noch immer fehlt den Erzgebirglern Schwergewichtler Mario Trautmann, der für Sicherheit im Team sorgen könnte. So gab Alexander Böhm in diesem Limit die Punkte durch Aufgabe kampflos an die Leipziger ab. Als anschließend André Tischendorf (60 kg) und Andreas Guttentag (96 kg) noch ihre Kämpfe für den KFC siegreich bestritten, hatten die Messestädter die Weichen bereits auf Sieg gestellt, wobei Guttentag den Gelenauer Sebastian Ecklebe mit einem spektakulären Wurf in Minute zwei auf beide Schultern beförderte. Für Gelenau siegten Daniel Franke (55 kg), Michael Wehlan (66 kg/FR), Peter Ehnold (74 kg/FR) und Ondrej Jaros (74 kg/GR). Der KFC Leipzig bleibt mit diesem 17:9-Sieg größter Verfolger des RV Thalheim, während Gelenau mit zwei Niederlagen belastet ist. Ein Berlin-Brandenburgisches Duell gab es zwischen dem SV Luftfahrt Berlin und der KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt. Beide Teams schicken in dieser Saison sehr junge Mannschaften an den Start, bestückt mit vielen Medaillengewinnern bei nationalen Jugend- und Juniorenmeisterschaften. Die Oderstädter erwiesen sich dabei als das stabilere Team, das am Ende mit 12:16,5 siegte. Knapp war es allemal, gleich drei der zehn Kämpfe gingen in die Verlängerung, zwei weitere Begegnungen endeten mit nur einem Punkt Unterschied. Von beiden Mannschaften wird in den kommenden Jahren noch einiges zu erwarten sein, wenn es den Verantwortlichen gelingt, die jungen Mannschaften zusammenzuhalten. Quelle: Jörg Richter, Sachsenringer |