Übersichts-Bericht zur 2. Bundesliga Ost12. Kampftag, 8.11.2003 Pausa muss Strafe befürchten Es war das erwartet schwere Duell zweier Tabellennachbarn, das 400 begeisterte Fans bei der Zweitliga-Begegnung der WKG Pausa/Plauen gegen den AC Taucha erlebten. Wiederum war es der vogtländische Ringer Martin Petzoldt (55 Kilo), der mit seinem Erfolg gegen den mehrmaligen ukrainischen Meister Sachamin Stepanow den Grundstein zum Sieg legte. Es folgte ein steter Schlagabtausch, eine Zerreißprobe für die Nerven der Akteure, Betreuer und Fans, bis der 12:10-Sieg der WKG Pausa/Plauen feststand. Überschattet wurde der Kampf durch die Tätlichkeit eines Zuschauers gegen den Weltergewichtler des AC Taucha, Stefan Teltscher, der eine saftige Kopfnuss abbekam. ,,Die Emotionen sind einfach hochgeschwappt'', so der KSV-Vorsitzende Ulrich Leithold, der nun mit einer empfindlichen Strafe des DRB-Sportgerichts für seinen Verein rechnen muss. ,,Der Kampf war bereits zu Ende und abgepfiffen, als die Rangelei auf der Begrenzungsmatte geschah'', so Leithold. Der Freude über die heiß erkämpften zwei Punkte tat dieser Zwischenfall keinen Abbruch. Die WKG Pausa/Plauen hat eine lange Durststrecke überwunden. Der Einsatz vieler junger Nachwuchsringer aus Pausa und Plauen im Bundesligateam war auch Anlass für DRB-Sportdirektor und Freistil-Bundestrainer Wolfgang Nitschke, einmal in der vogtländischen Ringerhochburg vorbeizuschauen. Auch er verfolgte gespannt die Kämpfe und ließ es sich auch nicht nehmen, nach der Begegnung mit den Sportlern in der Kabine zu sprechen. ,,Mit dieser Aktion machte sich Wolfgang Nitschke hier in Pausa viele Freunde. Man merkt, dass er auch auf die kleineren Vereine blickt und sie zur Nachwuchsentwicklung anspornt'', freute sich Ulrich Leithold über den Besuch. ,,Das ist viel wert, fand doch einige Kilometer weiter der Erstligakampf in Markneukirchen statt'', freuten sich auch viele Fans, dass der Bundestrainer die 2. Bundesliga vorzog. ,,Und er wurde ja auch nicht enttäuscht. Die Kulisse, die Stimmung, am Ende auch unser Sieg - es war ein großartiger Kampf'', zollte Mannschaftsleiter Reiner Klemm aber auch dem Gegner Respekt. Eine kleine Sensation gab es bei der Begegnung des RV Thalheim gegen die KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt (12,5:12,5). Die Oderstädter machten zuletzt starke Kämpfe und traten auch in Thalheim mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung auf. Dabei gab Thalheims Mittelgewichtler Jesko Schröter (Freistil) bei seiner Aufgabe verletzungsbedingt vier Zähler an das Konto der Frankfurter ab. Durch einen Kampfrichterentscheid im letzten Kampf des Abends holte Ralph Piterek (74/Freistil) zumindest noch ein Unentschieden für sein Thalheimer Team heraus. Frankfurt/Eisenhüttenstadt steht nun auch auf Grund der Niederlage der Leipziger gegen die KG Auerbach/Chemnitz auf dem Bronzerang. Der Siegeszug des RSK Gelenau in der Rückrunde hält an, auch wenn der Erfolg der Erzgebirger beim Tabellenletzten Luftfahrt Berlin mit 18,5:9,5 nicht überdeutlich ausfiel. Quelle: Jörg Richter, Sachsenringer |