| Bericht vom 12. Kampftag am
14.11.2009: RV Thalheim - KFC Leipzig
Thalheim ringt im Derby die Leipziger um 1. Bundesliga: Sächsische Ringerfamilie trifft sich beim 25:11-Erfolg im Sportlerheim Thalheim. Beim ersten Heimsieg des RV Thalheim in dieser Saison war ein großer Teil der sächsischen Ringerfamilie im Sportlerheim der Drei-Tannen-Stadt versammelt. Ob aus Gelenau, Auerbach, Zöblitz oder Plauen, den grandiosen 25:11-Derbyerfolg der Hausherren über den KFC Leipzig ließ sich kaum ein Ringkampfanhänger der Region entgehen.
Zu diesem Zeitpunkt war der Kampf für die Leipziger aber bereits verloren, denn die Gastgeber hatten bis dahin bereits sechs Einzelduelle für sich entscheiden können. Im gut gefüllten Thalheimer Sportlerheim ließ die Mannschaft von Trainer Heiko Krauß von Anfang an keinen Zweifel an ihrer Bundesligatauglichkeit aufkommen. Die Zuschauer standen wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft und waren mitentscheidend für den letztlich deutlichen Heimsieg.
Aus der Messestadt hingegen war es nur eine reichliche Hand voll Angehörige und Fans, die ihr Team im Erzgebirge im Kampf um den Klassenerhalt unterstützten. Ob das an der Sieglosigkeit der KFC-Ringer lag oder an der Tatsache, dass sich das Ringen in einer Großstadt wie Leipzig immer schwer hat mit der Popularität, ist schwer zu ergründen. In Thalheim dagegen gehört der Ringkampf seit vielen Jahren zu den wichtigsten Sportarten. Das weiß auch Jürgen Hähnel. Der aus Gelenau stammende und bereits im Jahre 1961 nach Leipzig delegierte Klassisch-Trainer der Leipziger war sich über die Schwere des Kampfes im Klaren: "Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass wir mit einer Niederlage gerechnet haben, wenn alles normal läuft. Bei aller sportlicher Gegnerschaft komme ich aber auch immer wieder gerne hierher und werde freundlich aufgenommen. Deshalb ist stets auch mein Vater bei solchen Kämpfen dabei."
Bienkowski wurde diesmal in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm (freier Stil) eingesetzt, weil Trainer Heiko Krauß auch wieder auf Olaf Brandt (66 kg, Freistil) zurückgreifen konnte. Dieser machte bereits in der ersten Runde einen Schultersieg gegen Sascha Horlbeck klar und konnte sich in die Reihe der insgesamt sieben Einzelsiege erkämpfenden Thalheimer Staffel einreihen. Die weiteren Erfolge holten die "Klassiker" David Vala (96 kg), Erik Weiß (66 kg) und Waldemar Streib. Kurz vor einer Sensation stand Dennis Mehlhorn (74 kg, Freistil), der Jan Brömme in Runde zwei abfing und mit etwas mehr Abgeklärtheit hätte Schultersieger werden können. Eine gute Leistung bot zudem Patrick Baumann (55 kg). Gegen Kai Wedekind ließ der leichteste RVT-Athlet diesmal nur eine Punktniederlage zu. Alles in allem also ein hochverdienter Derbysieg für die Thalheimer, die nun zuversichtlich sind, der sächsischen Ringerfamilie noch viele erstklassige Kampfabende bieten zu können. Protokoll: pdf weitere Bilder (Klicken zum Vergrößern):
Holger Hähnel und Michael Thriemer, 15.11.09. Fotos: Silke Schneider |