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Viertelfinale um die Deutsche
Mannschaftsmeisterschaft, Hinkampf Saarländer zwei Nummern zu groß
Fotos bei Facebook - Hier klicken! (keine Anmeldung notwendig) Von Michael Thriemer
So war „Durchrutschen“ angesagt, denn Wojciech Sadowski rückte ins Limit bis 74 Kilogramm Freistil, während Florian Rau ins Mittelgewicht hochgezogen wurde. Der freigewordene Platz in Gewichtsklasse bis 66 kg (Freistil) wurde Sven Bachmann aus der zweiten Mannschaft zuteil, während die unteren beiden durch junge Sportler abgedeckt wurden. Die zwei 16-jährigen Peter Haase (55 kg, Freistil) und Alois Stürmer (60 kg, klassisch) bekamen es dabei mit internationalen Top-Stars zu tun, auch weil der Gastgeber keine Spielchen zuließ und beinahe seine allerstärkste Formation ins Gefecht schickte. Haase, mangels Alternativen im ungewohnten freien Stil angetreten, hatte in Andrei Dukov aus Rumänien einem Teilnehmer bei Europa- und Weltmeisterschaften der Männer vor der Brust und verletzte sich Mitte der ersten Runde an der Schulter, was unweigerlich zur Aufgabe führen musste. Stürmer, erst nach langer Verletzungs-Pause wieder genesen, stand vor der hohen Hürde namens Venelin Venkov, seines Zeichens dreifacher Vize-Europameister. Fast über die volle Distanz von drei Runden hielt sich der junge Thalheimer und kam im zweiten Abschnitt gar zu einem Punktgewinn. Lobenswert der Mut des jungen Mannes, sich ins Gefecht mit einem solchen Weltklasse-Ringer zu werfen. Dazwischen musste sich David Vála (120 kg, klassisch) dem Zugriff von Ex-Weltmeister Heiki Nabi erwehren, was auch recht gut gelang. Vier Wertungspunkte hatte der Prager dem Esten zu überlassen, so dass am Ende eine 0:3-Niederlage zu Buche stand. Radek Dublinowski (96 kg, Freistil) wiederum hielt sich gegen den Bulgaren Lyuben Illiev tapfer. Der Dritte und Fünfte der EM 2009 und 2008 hat in den letzten Jahren mächtig an Physis zugelegt, wie sich sein ehemaliger und damals gleichgewichtiger Mannschafts-Kollege aus Markneukirchener Zeiten, Florian Rau, erinnerte. Drei kleine Wertungen sicherten am Ende den 3:0-Rundenerfolg des KSV-Athleten. Vor der Pause war es im fünften Duell Sven Bachmann, der auf den ersten deutschen Sportler der Gastgeber traf. Dabei handelte es sich gleich um den DRB-Nationalkader, Sieger des Grand Prix von Deutschland 2010 und Achten der Weltmeisterschaften desselben Jahres, Martin Daum. Dreimal hieß es vorzeitig sechs zu null, wodurch die technische Überlegenheit feststand. Somit war beim Pausenstand von 18:0 schon alles klar, wobei
der gesamte Vergleich von einer sehr fairen Atmosphäre begleitet wurde, wie der Schriftführer des RVT, André Schmidt, berichtete. „Wir wurden hier sehr gut empfangen, es hat alles gepasst. Selbst unserem einzigen Gewinner wurde lang anhaltender Beifall zuteil. Insgesamt war es natürlich sportlich nicht zu
stemmen." So ruhten letzte Hoffnungen auf den beiden abschließenden Weltergewichts-Duellen, wurden aber ebenso wie vorher von der bärenstarken Köllerbacher Ringergilde zunichte gemacht. Wojciech Sadowski (Freistil) musste den amtierenden Zehnten der WM von Istanbul, Andrej Shyyka, ebenso passieren lassen wie sein Mannschafts-Kollege Kevin Mehlhorn Kontrahent Konstantin Schneider.
Dieser, im Übrigen Kapitän der Saarländer, tat nicht mehr als nötig und gewann mit 3:0 aufgrund dreier Einser-Wertungen. Wettkampfprotokoll: liga-db.de Michael Thriemer, 18.12.2011. Termine 1. Bundesliga Ost 2011 - pdf-Dokument
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