| Fünf Medaillen für STL–Ringer
Max Adner wird Vizemeister des Landes
Sachsen
Die Ringerabteilung des FC Erzgebirge Aue richtete in der Schneeberger
Gymnasiumshalle am 8. Mai 2004 die Landesmeisterschaften der Jugend D im freien Ringkampf aus. 20 Vereine aus ganz Sachsen schickten 80 Sportler im
Alter von 11 und 12 Jahren in die Bergstadt. Die drei Vereine des Kreises Stollberg waren mit zusammen neun Athleten dabei,
fünf gewannen Medaillen. Obwohl erhoffte Titel ausblieben, zeigten sich die Trainer nicht unzufrieden
mit dem Abschneiden ihrer Schützlinge.
Aus der Drei–Tannen–Stadt brachte Coach Tino Korb vier seiner
Schützlinge mit. Der Leichteste, Lukas Schmidt, rang in der 31- kg- Klasse.
Obwohl er sich redlich mühte, hatte er gegen Mertens aus Leipzig das Glück
nicht auf seiner Seite und gegen den späteren Vize Zebisch vom Gastgeber FC
Aue war noch kein Kraut gewachsen. Ebenso schwer hatte es Marcel Peil bei
den 42ern. Zwei Niederlagen bedeuteten auch für ihn das vorzeitige Aus. Im
50 kg Limit trafen sich dann gleich zwei Thalheimer. Max Adner und
Philip Nusshart mussten in diesem nordischen Wettkampf bei vier Startern gleich im
ersten Kampf gegeneinander antreten. Dabei verließ Max die Matte als Sieger.
In Runde zwei besiegte er den Gelenauer Lauckner ebenfalls auf Schultern. Der Kampf um Gold folgte in Durchgang drei gegen den Markneukirchner Süß.
Max unterlag auf Schultern und hatte damit die Silbermedaille sicher. Sein
Kumpel Philip verlor auch gegen den Titelträger Süß und konnte nach einem
Sieg gegen Lauckner den Gewinn der Bronzemedaille feiern.
Auf Abwegen befand sich der Leiter der 1. Lugauer Mannschaft Harry Peprny, der mal ein Auge auf den
Nachwuchs warf. Er hatte mit Markus Langer und Paul Schürer zwei Medaillenkandidaten
mit in die Bergstadt Schneeberg gebracht. Im 31-kg-Limit startete der Klassiker–Meister Markus. Zum Auftakt landete er einen Überlegenheitssieg
gegen den Leipziger Kölsch. In Runde zwei schulterte Markus den Auer
Pistorius. Die Entscheidung um den Einzug ins Finale fiel in Durchgang drei.
Gegen den Freistilspezialisten Stöss aus Markneukirchen verlor Markus auf
Schultern. Als Zweiter seiner Vorrundengruppe rang er im kleinen Finale, schulterte den Werdauer Knoppe und erhielt als Dritter vom Schirmherren der
Titelkämpfe, dem Schneeberger Bürgermeister Frieder Stimpel, die Bronzemedaille umgehängt. Im 46-kg-Limit galt es für Paul Schürer, seine
Bronzene aus dem Klassischen zu verteidigen. Im ersten Kampf siegte er aus
der Unterlage heraus mit einem Abklemmer gegen Möckel aus Markneukirchen.
Den Leipziger Löser legte Paul nach einer Beinschraube auf Ast. Ebenfalls
chancenlos war der Leipziger Müller. In Runde vier kam es zum Dauerduell mit
dem Gelenauer Louis Otto, dem er schon bei den Klassikern unterlag. Zunächst
verschlief Paul den Anfang regelrecht und geriet schnell in Rückstand. Vom
Ehrgeiz gepackt blies er zur Aufholjagd, konnte den Vorsprung seines Gegners
noch verkürzen. Das Zeitzeichen setzte dem jedoch ein Ende und Paul durfte
nach der 4:8-Punktniederlage wieder „nur“ um Bronze ringen. Hier schulterte er den Tauchaer Regel nach kurzer Kampfzeit und konnte seinem
stolzen Vater, der selbst jahrelang für die Lugauer auf der Matte stand, eine weitere Plakette präsentieren. Da im Verlauf des Wettkampfes kurzzeitig
die Technik streikte, musste Paul sogar einen weiteren Kampf bestreiten, den
er zwar gewann, der aber wieder annulliert wurde.
Das Auerbacher Trainergespann Rico Böhm und Ulf Landwehr reiste mit drei Ringern an. In der 42-kg-Klasse trat Maik Albrecht an. Um in den
Medaillenbereich vorzustoßen, musste er sich gegen 14 Mitbewerber
durchsetzen. Schon mit der Auftaktniederlage gegen Schneider aus Gelenau sanken seine Hoffnungen. Einen weiteren Ortsnachbarn als Gegner bekam Maik
in Runde zwei zugelost. Dieses Mal verließ er die Matte gegen Steinert als
Sieger. Gegen den Plauener Huy war aber dann in Durchgang drei nach einer Schulterniederlage Endstation. Maiks Teamkamerad Patrick Böttcher startete
eine Klasse höher. Er konnte leider keinen seiner beiden Kämpfe gegen starke
Konkurrenz siegreich gestalten und schied vorzeitig aus dem Titelrennen aus.
Der dritte Auerbacher Phillipp Grunert musste bis ganz zum Schluss warten,
ehe er seinen Kampf bestreiten durfte. In der höchsten Klasse bis 85 kg wollten nur zwei Ringer Meister werden und mussten sich so bis zu den
Finalkämpfen auf ihren Auftritt gedulden. Als es endlich so weit war, war
beiden die Nervosität anzumerken. Phillipps Gegner fasste zur richtigen Zeit
richtig zu und sicherte sich mit einem Schultererfolg den Titel. Obwohl
Phillipp die Matte zunächst hängenden Kopfes verließ, freute er sich wenig
später über die Silbermedaille.
Die ersten Sechs jeder Klasse sind sicher für die Mitteldeutschen
qualifiziert. Die Klassiker treffen sich für dieses Highlight am 12.06.2004
in Thüringen, die Freistiler erst im Oktober, da der prall gefüllte Wettkampfkalender keinen früheren Termin zuließ.
Thomas Wolf, 9.5.04.
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