„Wir haben auf dieses Ziel hingearbeitet"

Erik Weiß (23 Jahre) aus Frankfurt/(O.) ist neuer Deutscher Meister im Ringkampf. Hier ein Interview von unserem rasenden Reporter.

Guten Tag oder "Glückauf"!, und zunächst noch einmal herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg. Wie fühlt man sich als frisch gebackener Deutscher Meister?

Erik Weiß: „Danke für die Gratulation. Im Grunde hat sich jetzt nicht so viel verändert, aber ich freue mich natürlich unheimlich über den Sieg. Zumal es mein erster Titel ist. Bisher war ich mehrfach Zweiter oder Dritter, jetzt konnte ich endlich einmal ganz oben stehen"

Schildere doch einmal die Vorbereitungen auf den Saison-Höhepunkt und dessen Verlauf.

Erik Weiß: „Zwar erhöht man etwas das Trainingspensum auf zweimal pro Tag, aber unabhängig davon versuche ich immer das Beste zu geben, egal ob in der Bundesliga für Thalheim oder bei Meisterschaften. Mein Trainer und ich wussten, dass die Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm klassisch sehr offen ist. Das Turnier verlief sehr gut für mich, daher wollte ich auch im Finale gegen meinen Vereinskameraden (Christoph Bast, ebenfalls Frankfurt) unbedingt gewinnen, um vielleicht noch einen Schritt weiterzukommen."

Dieser weitere Schritt ist seit gestern offiziell – Bundestrainer Maik Bullmann hat dich für die Europameisterschaften in Dortmund nominiert...

Erik Weiß: „Das ist natürlich hervorragend, es sind meine ersten internationalen Meisterschaften, und das gleich im eigenen Land. Da ist man schon ein wenig aufgeregt, dennoch werde ich versuchen eine ordentliche Leistung zu zeigen. Schließlich habe ich nun die Chance, mich in der Nationalmannschaft festzubeißen. Ich greife am Sonntag, dem 3. April ins Geschehen ein.

Auch deine Vereins-Kameraden waren äußerst erfolgreich – wieso hat Frankfurt dann trotzdem seinen Rückzug aus der Bundesliga bekannt gegeben?

Erik Weiß: „Das stimmt, insgesamt fahren wir mit fünf Athleten zur EM. (Jänicke, Thätner, Schmidt, Englich, Weiß, d.Red.). Eigentlich eine tolle Bilanz. Warum nun der Verein zurück gezogen hat, kann ich nicht genau sagen. Aber bis auf wenige Ausnahmen ringen ja alle Sportler in in anderen Vereinen (Nico Schmidt z.B. ist Kapitän in Aue, d. Red.) - ich eingeschlossen.

Und wie geht es danach weiter, bleibst du dem Thalheimer Publikum erhalten oder gibt es andere Pläne?

Erik Weiß: „Erst einmal muss ich sagen, dass es mir in Thalheim sehr gut gefällt. Es ist mittlerweile eine ziemlich gute und junge Mannschaft beisammen, für die ich gerne auch im kommenden Jahr auf die Matte trete. Weiterhin strebe ich eine ähnlich gute Bilanz wie im Vorjahr an, als ich nur einen Kampf verloren habe.

Was macht Erik Weiß eigentlich privat, also außerhalb der Wettkampf-Halle?

Erik Weiß: „Nun, das Training nimmt schon einen sehr großen Teil meiner Zeit in Anspruch. Daneben habe ich eine schöne Freundin, die auch sehr gerne nach Thalheim mitkommt, wenn ich dort kämpfe. Ansonsten habe ich Anfang des Jahres eine Ausbildung zum KfZ-Mechatroniker erfolgreich abgeschlossen.

Vielen Dank für diese Informationen und noch einmal einen herzlichen Gruß aus dem Erzgebirge an die Oder.

 

 

 

Michael Thriemer, 22.03.2011