Vier Medaillen für Mädels in Berlin

26. Pfingst-Cup des VfL Berlin-Tegel: Sophie Krauß siegt souverän

Von Michael Thriemer

Wenn man am Pfingstsonntag um 4:30 Uhr nach Berlin aufbricht, um an einem Ringer-Turnier teilzunehmen, gehört schon eine Portion Enthusiasmus dazu. Doch wieder einmal belohnten sich vier Mädchen aus der Trainingsgruppe von Trainer Frank Graube selbst und erzielten beim 26. Pfingst-Cup mit vier Medaillen durchweg hervorragende Resultate in der Hauptstadt Deutschlands.

Insgesamt 289 Teilnehmer aus 35 Vereinen, darunter auch namhafte Clubs wie Frankfurt, Rostock und der TRV Berlin, sorgten in knapp 400 Vergleichen für guten Sport und den ein oder anderen ringkämpferischen Leckerbissen.

Etliche davon zeigte auch Sophie Krauß (weibliche Schüler bis 28 Kilogramm), deren acht Gegnerinnen wiederholt wenig Chancen hatten. Schon in den Pool-Kämpfen gelangen Krauß ausnahmslos Schultersiege – das Finale gegen eine Sportlerin aus Rostock ließ ebenfalls keine Zweifel am Sieg der Thalheimerin.

Noch an sich arbeiten muss Laura Schulz (wbl. Schüler bis 34 kg), die zwar eine Silbermedaille einheimste, jedoch den einzigen Kampf schon nach kurzer Zeit auf Schultern verlor. Auch ein anschließender Freundschafts-Vergleich mit einer jüngeren und leichteren Gegnerin konnte nicht siegreich gestaltet werden.

Mit einem ausgewogenen Teilnehmerfeld bekam es Trainer-Tochter Madeleine Martin (wbl. Jugend bis 42 kg) zu tun. Fünf Sportlerinnen sorgten für ein gutes Kampfniveau, bei dem laut Frank Graube wirklich „jede jede“ schlagen konnte. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen erreichte Madeleine am Ende die Bronzemedaille, wobei das ein oder andere entscheidende Korn möglicherweise beim Gewicht-Machen kurz vor dem Wettkampf verloren ging.

Bei den weiblichen Jugendlichen bis 46 Kilogramm war alles auf die beiden „Schäfers“ fixiert. Jessica vom RVT und Desiree vom SV Luftfahrt aus Berlin waren bei sechs Teilnehmern in den Pools nicht zu schlagen und standen sich in einer Neuauflage des Wolfgang-Bohne-Turniers vom April gegenüber. Obwohl die Gastgeber bereits Revanche angekündigt hatten, wehrte sich „Jessi“ nach Kräften und entschied Durchgang eins für sich. Nach einer etwas unglücklichen Kampfrichterentscheidung in Runde zwei entschied erst der Zwiegriff der letzten Runde über den Sieg, den sich diesmal wirklich knapp Desiree Schäfer aus Berlin holte.

„Insgesamt waren wir mit dem Turnier sehr zufrieden“, freute sich Frank Graube über einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze. „Auch das sportliche Niveau hat gestimmt, besonders schön fanden wir, dass auch die Kampfrichter ihre Auszeichnung erhielten. Der Besuch des Freizeit-Bades in Meißen bildete einen tollen Abschluss. Gegen 23 Uhr sind wir fix und fertig wieder in Thalheim eingetroffen“, berichtete der Zoo-Händler weiter.

Michael Thriemer, 13.06.2011.