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Nach ganz vorn reicht es nicht
Deutsche Meisterschaften der Männer: Tobias Löffler erkämpft Rang 8 - Kevin Mehlhorn scheidet aus alle DM-Ergebnisse - Klick! Ehningen/Thalheim. Mit Rang 8 und 16 sind die beiden Thalheimer Griechisch-Römisch-Ringer von den Deutschen Meisterschaften in Ehningen (Württemberg) zurückgekehrt. Für 66-kg-Athlet Tobias Löffler war nach einem Sieg und einer Niederlage im Viertelfinale Endstation, während Kevin Mehlhorn (74 kg) bereits in der Qualifikationsrunde unterlag. Löffler startete mit einem knappen 2:1-Rundensieg gegen Rudi Schwanke vom RSV Schonungen ins Turnier. Mehrmals konnte er den Bayern bei dessen Wurfversuchen erfolgreich abfangen - auch wenn ihm dabei vom Kampfgericht eine Wertung wegen Beinarbeit nachträglich aberkannt wurde. In der Runde der letzten Acht wartete mit Sven Dürmeier vom SV Johannis Nürnberg kein Unbekannter. Schon in der Bundesligasaison trafen beide aufeinander. Damals hatte der Franke die Nase mit 3:1 vorn gehabt. Tobias Löffler wollte Revanche und konnte die vorgegebene Marschroute im ersten Durchgang zunächst gut umsetzen. In der Bodenlage ging Dürmeier dann allerdings mit einer Härte nahe an der Unsportlichkeit zu Werke. So riss er quasi an der Rippe des Thalheimers, um zur Bodenrolle zu fassen. Mit einem Schmerzschrei von Löffler ging auch die Wertung für den Nürnberger einher. Der 23-jährige RVT-Athlet musste sich behandeln lassen, rang aber trotz der Schmerzen weiter. Mit diesem Handicap ging schließlich auch die zweite Runde verloren, so dass Dürmeier ins Halbfinale einzog. Nun hieß es hoffen, dass Dürmeier den Sieg gegen den mehrfachen Deutschen Meister Christian Fetzer (Herbrechtingen) schafft. In diesem Fall wäre der Weg in die Hoffnungsrunde für den Thalheimer geebnet gewesen. Doch Fetzer gewann und wurde am Ende Vize-Meister. "Gegen Dürmeier hatte ich mir mindestens eine Runde ausgemalt", zeigte sich Löffler natürlich enttäuscht, erreichte jedoch mit Rang 8 sein selbstgestecktes Ziele einer Top-Ten-Platzierung. Durchaus weiter nach vorn hätte Kevin Mehlhorn im Weltergewicht kommen können. Er gewann gegen den letztjährigen Deutschen Juniorenmeister Florian Neumaier (Freiburg) die erste Runde per Bodenrolle sicher mit 2:0. Doch ab da fehlte der Biss. Mehlhorn ließ sich leichtfertig nach außen schieben und kam in Runde drei sogar auf eine 3-Punkt-Technik. Damit war Endstation für den 21-Jährigen, der die Meisterschaft auf dem 16. Platz abschloss. Holger Hähnel, 25.03.12. |