Oberliga Sachsen 2002/2003
17. Kampftag,
14.12.2002: Übersichtsberichtsbericht
Punkte als Weihnachtsgeschenke
Weihnachten - die Zeit für Geschenke. Auch bei der KG Leipzig/Großlehna, wo
sich Sportler und Trainer sich als frischgebackene Tabellenführer große Sorgen machten, was man denn dem Gegner kurz vor dem Fest so schenken
könnte. Schnell war die Lösung gefunden: Punkte!
Nachdem die Schützlinge vom Trainergespann Mike Römbach und Peter Fabianski
die großen Teams aus der Tabellenspitze geknackt hatten und der Staffelsieg nun kaum noch gefährdet ist, fuhren die Messestädter RTV Zöblitz, wo man sich eine faustdicke Niederlage
einhandelte.
Und die KG Leipzig/Großlehna hatte mächtig viel Glück, denn
Meisterschaftskonkurrent WKG Plauen/Pausa hatte beim SV Weißwasser die gleiche Geschenkidee. Allerdings hatten die Vogtländer verletzungsbedingt
vier Stammringer nicht zur Verfügung und verloren so knapp mit 11,5:14. Mit einem
Sieg der WKG Plauen/Pausa wären die Spitzenstädter wieder im Meisterschaftsrennen gewesen.
'Schenke und so wird auch Dir gegeben', Glück im Unglück für die Ringer aus
dem Leipziger Westen, die nun schon die Sporthalle für die Aufstiegskämpfe gegen den Meister der Oberliga-Thüringen (TuS Jena II) buchen können.
Einen guten Schlussspurt legte der SV Weißwasser hin, besiegte nach dem RV
Lugau nun auch den eigentlichen Staffelfavoriten WKG Plauen/Pausa mit 14:11,5. Die Ostsachsen sicherten sich damit den Bronzerang - sicherlich
auch eine Überraschung, hatte man dort eher den RV Lugau erwartet.
Der RV Lugau vollzog in Thalheim Frustbewältigung, denn nach der
Heimniederlage vom vergangenen Wochenende gegen den SV Weißwasser bleibt
wohl nur der undankbare 4. Rang. Doch selbst diesen muss man sich beim letzten Kampf gegen den RTV Zöblitz noch erkämpfen, denn die Ringer aus dem
Mittleren Erzgebirgskreis stehen nach dem völlig überraschenden Sieg gegen den Tabellenführer KG Leipzig/Großlehna vor dem RV Lugau. Am letzten
Kampftag treffen beide Teams in Lugau aufeinander, was noch einmal einen guten Kampf verspricht.
Weiter ohne Sieg ist die II. Mannschaft des AC Taucha. Auch gegen die KG Gelenau/Zschopau mussten die Randleipziger eine klare 10:23,5-Heimschlappe
hinnehmen. Hier bleibt wohl nur zu hoffen, das man in Taucha dem Nachwuchs dieses 'Sprungbrett' in die Bundesliga lässt, auch wenn es derzeit mehr als
schwierig erscheint das Reserveteam zu halten. Vorgemacht hat es der Kontrahent, die jungen Ringer aus Gelenau und Zschopau - verstärkt mit
erfahrenen Athleten, die sich schon in der Bundesliga Sporen verdienten, werden immer mehr zum Hecht im Karpfenteich und schafften in diesem Jahr so
manche Überraschung.
Quelle: Jörg Richter, Sachsenringer
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