| 5. Kampftag, 18.9.2004: RV Thalheim
- RSK Jugendkraft Gelenau Schönwälder und Montag beim Derbysieg ganz stark 2. Bundesliga: RV Thalheim - RSK Gelenau 17,5:10,5 Thalheim. Die neunte Ausgabe des Lokalderbys Thalheim gegen Gelenau sah am vergangenen Sonnabend den sechsten Sieg der Drei-Tannen-Städter. In sieben von zehn Duellen behielten die Ringer von Jochen Schwarzer die Nase vorn, wobei besonders die Leistungen von Norman Schönwälder (84 kg, Freistil) und André Montag herauszustreichen sind. Schönwälder bezwang den Ex-Thalheimer Jesko Schröter in der Verlängerung und Montag gewann unter dem Jubel der 550 Zuschauer gegen den 20 Kilo schwereren Thomas Tonn. Die Tabelle der 2. Bundesliga Ost sieht den RVT weiter gemeinsam an der Spitze mit der Kampfgemeinschaft Frankfurt/Eisenhüttenstadt. Das Spitzenduell mit dem FC Erzgebirge Aue am kommenden Wochenende in Thalheim könnte bereits eine Vorentscheidung über die "Herbstmeisterschaft" herbeiführen. Die Lößnitztaler präsentierten sich gegen den KFC Leipzig ganz stark und siegten 23:6. Die Kampffolge RVT-RSK: 55 kg, Freistil: Falko Berthel - Daniel Franke 0:4 (TÜ 2:17): Anfangs brach Jubel im Thalheimer Lager aus, denn Falko Berthel zog gegen den überraschten Daniel Franke eine Kopfrolle und lag 2:0 vorn. Danach war jedoch ausschließlich der Gelenauer am Zug. Er holte Punkt um Punkt und gewann nach zweieinhalb Minuten 17:2. - Gesamtstand 0:4 für den RSK Gelenau
120 kg, Klassisch: André Montag - Thomas Tonn 2:0 (PS 2:0): Der Deutsche Meister von 2001 und ehemalige Luckenwalder Thomas Tonn hatte gegen Thalheims André Montag enorme Gewichtsvorteile. Diese nützen ihm jedoch nicht viel. Als Tonn zum zweiten Mal wegen Passivität in die Bodenlage musste, zog Montag seine Rolle. "Er hat sich nur auf die eine Seite verlagert, da habe ich gewechselt und hatte dann auch richtig was zum Anfassen", verriet der Modellathlet in den Reihen des RVT sein Erfolgsrezept. - Stand: 2:4
60 kg, Klassisch: Thomas Berger - Björn Lehnert 3:0 (PS 10:0): Der Sieg von Thomas Berger geriet nie in Gefahr. Den Würfen und Rollen konnte Björn Lehnert vom RSK nichts entgegen setzen und unterlag 0:10. - Stand: 5:4
96 kg, Freistil: Ronny Fritz - Tobias Näther 0:2 (PS 0:1): Zu gut kannten sich wahrscheinlich Ronny Fritz und Tobias Näther aus dem Training in Jena. So wollte keiner von beiden etwas riskieren. Beim Stand von 0:0 zur Pause ging es in den Zwiegriff, den der Gelenauer, ohne selbst agieren zu müssen, gewann. Bei diesem 0:1 blieb es. - Stand: 5:6 66 kg, Freistil: Heiko Gensicke - Michel Breidel 4:0 (TÜ 15:0): Der 17-jährige Gelenauer Michel Breidel kämpfte zwar engagiert, war letztendlich jedoch gegen Heiko Gensicke chancenlos und musste die technische Überlegenheit anerkennen. Zur Pause führten die Gastgeber im Mannschaftsvergleich mit 9:6 Punkten.
2. Halbzeit: 84 kg, Klassisch: Heiko Heinemann - Florian Schwalbe 0:2,5 (PS 1:6): Der mehrfache Deutsche Jugendmeister Florian Schwalbe in den Reihen der Gelenauer war physisch stärker als Heiko Heinemann, auch wenn er gegen Ende mehr und mehr abbaute. Ein Ausheber mit Wurf war der Knackpunkt, so dass Schwalbe 6:1 gewann und sein Team bis auf einen halben Punkt heranbrachte. - Stand: 9:8,5
66 kg, Klassisch: Chris Paetzold - Daniel Schölzel 2,5:0 (PS 8:0): Mit Chris Paetzold wuchs die Thalheimer Führung wieder. Der 20-jährige Zwönitztaler bezwang Daniel Schölzel sicher mit 8:0. - Stand: 11,5:8,5.
84 kg, Freistil: Norman Schönwälder - Jesko Schröter 2:0 (PS 4:1 n.V.): Norman Schönwälder bot den Fans einmal mehr den spannendsten Kampf des Abends. Jesko Schröter, vor einem Jahr noch auf Thalheimer Seite, gewann den Zwiegriff, ließ aber in der zweiten Kampfhälfte zusehends nach. Vier Sekunden vor dem Ende schaffte Schönwälder den Ausgleich und erzwang damit die Verlängerung. Mit einem couragierten Beinangriff machte er schließlich drei Punkte zum 4:1-Erfolg. - Stand: 13,5:8,5
74 kg, Freistil: Ralph Piterek - Stefan Manegold 4:0 (TÜ 17:0): Einen spektakulären Beinausheber zeigte Ralph Piterek gleich in der ersten Kampfminute gegen Stefan Manegold. Dafür erhielt er vom Lugauer Unparteiischen Thomas Wolf die Höchstwertung von fünf Punkten. Danach war der Thalheimer weiter motiviert, drehte seinen Gegner nach Belieben und schaffte noch vor dem Pausensignal die technische Überlegenheit. - Stand: 17,5:8,5
74 kg, Klassisch: Petr Bielesz - Ondrej Jaros 0:2 (PS 1:4): Seinen ersten Kampf für Thalheim seit mehreren Jahren verlor Petr Bielesz. Im Zwiegriff warf ihn sein Landsmann Ondrej Jaros für Gelenau und wurde 4:1-Sieger. Die Gäste vom RSK verkürzten damit zum Ende noch auf 10,5:17,5, konnten allerdings erneut keinen Doppelpunktgewinn einfahren. Holger Hähnel, 19.09.2004 |