| 12. Kampftag, 6.11.2004: SV
Luftfahrt Ringen Berlin - RV Thalheim
Erzgebirger in der Hauptstadt nicht zu schlagen Deutliches 20:8,5 für RV Thalheim bei Luftfahrt Berlin Klarer als erwartet gewann die erste Mannschaft des Ringervereins Thalheim am vergangenen Sonnabend beim SV Luftfahrt Ringen Berlin. Ein Grund für den deutlichen 20:8,5-Erfolg war die mannschaftliche Geschlossenheit, mit der das Zweitligateam um Trainer Jochen Schwarzer in der Hauptstadt auftrat. Die kämpferische Einstellung stimmte bei allen Athleten, so dass man in der Drei-Tannen-Stadt zuversichtlich auf die Spannung versprechende Begegnung mit dem KFC Leipzig am kommenden Wochenende blicken darf. Los ging es in Berlin-Treptow mit einem vorzeitigen Sieg von Kevin Thalau (55 kg) über Falko Berthel. Der Thalheimer wurde durch einen Doppelnelson geschultert. Anschließend verhalf das gute Technik-Repertoire von Ronny Fritz dem Thalheimer zum Sieg. Gegen Michael Dietrich gewann er im Superschwergewicht mit 6:0. Nicht davon beeindrucken ließ sich Thomas Berger (60 kg), dass sein Gegner Marco Klein als Freistil-Spezialist gilt. Der für Thalheim ringende Luckenwalder kam immer wieder durch Rumreißer und Bodenrollen zu Zählern, die ihm am Ende ein klares 14:2 einbrachten. Den Blitzsieg des Abends landete André Montag bis 96 kg. Der Kampfrichter Marco Groke hatte das Duell gegen Philipp Grützner kaum angepfiffen, da klinkte der RVT-Modellathlet schon einen Armdrehschwung aus, mit dem er seinen Kontrahenten nach 14 Sekunden auf den Schultern legte. Für seine Hinrundenniederlage gegen Geoffrey Herrmann wollte sich Chris Paetzold in Berlin revanchieren. Das gelang dem 20-jährigen Thalheimer in einem konzentrierten und taktisch clever geführten Vergleich, den er 4:3 für sich entschied. So gingen die Mattenfüchse vom RVT nach fünf Kämpfen mit einem beruhigenden 12:4-Vorsprung in die Pause. Im freien Stil des Mittelgewichts erlebten danach die 300 Fans in der Halle das mitreißendste Duell des Abends. Unter ihnen waren fast die Hälfte Anhänger der Erzgebirger, denn neben den mitgereisten Fans jubelten auch die anwesenden Kämpfer von Preußen Berlin und dem Ringerclub aus Dessau den Erzgebirgern zu. Sie freuten sich besonders lautstark über den Erfolg von Norman Schönwälder, der nach einem 0:4-Rückstand das Blatt noch wendete. Gegen den am Schluss stehend k.o. wirkenden Alexander Sommer mobilisierte der Thalheimer alle Kräfte und triumphierte nach sechs Minuten verdient mit 5:4. Nun waren erst einmal die Gastgeber am Zug. Ihr hoffnungsvolles Nachwuchstalent Martin Obst (66 kg, Freistil) machte Heiko Gensicke vom RVT das Leben auf der Matte mehr als schwer. Der Spreestädter war physisch in einer Top-Verfassung und von Anfang an auf Angriff eingestellt, so dass Gensicke eine hohe 1:9-Niederlage hinnehmen musste. Nicht wiederholen konnte Heiko Heinemann (84 kg, Klassisch) seinen Punktsieg gegen Mirco Redmann aus dem Hinkampf. Diesmal war der Berliner einen Tick besser und siegte 5:2. Die abschließenden beiden Duelle bis 74 kg wurden dann wieder grün-weiß eingefärbt, denn der RVT holte mit Petr Bielesz und Ralph Piterek die Punkte. Der 33-jährige Tscheche war Klaus Prestele mit 13:0 erwartet überlegen und Ralph Piterek (freier Stil) konnte sich nach seiner Rippenverletzung in guter Form präsentieren. Er beherrschte Marcel Redmann und verteidigte seine 5:0-Führung bis zum Schluss, was die letzten 2,5 Mannschaftszähler aufs Thalheimer Konto brachte. Auch die Spitzenteams der Staffel Ost aus Frankfurt/Oder und Aue fuhren am zwölften Kampftag Siege ein, so dass der Ausgang im Vorderfeld der Tabelle weiter spannend bleibt. Die Thalheimer rangieren weiter hinter Frankfurt und punktgleich mit Aue auf dem Bronzeplatz. Holger Hähnel, 7.11.2004 |