| 13. Kampftag, 13.11.2004: RV Thalheim
- Kampfsport- und Fitness-Club (KFC) Leipzig Entscheidung
fällt im zehnten Duell
Viel Spannung beim 14,5:12-Sieg über den KFC Leipzig
Die
"Unglückszahl" Dreizehn wurde den Thalheimer Zweitligaringern am
letzten Wochenende nicht zum Verhängnis. Am 13. Kampftag gewann das Team um
Trainer Jochen Schwarzer die bis zum Ende offene und mitreißende Begegnung
gegen den KFC Leipzig mit 14,5:12.
Dennoch hatte es an diesem 13. November zunächst nicht an
Unglücksmeldungen gemangelt. So musste Chris Paetzold, nachdem er am
Freitagabend noch in Thalheim trainiert hatte, mit Fieber das Bett hüten und
stand dem RVT gegen die starken Messestädter nicht zur Verfügung. Dass es
dennoch zu dem knappen Erfolg vor reichlich 300 Zuschauern im Sportlerheim
gereicht hat, war vor allem der Verdienst des großen Kampfwillens, den alle
zehn RVT-Athleten an den Tag legten. Heraus ragten dabei besonders die
Aufholjagd von Thomas Berger (60 kg) gegen Marcus Stichling sowie Norman
Schönwälder (84 kg, Freistil), der sich für die Hinrundenniederlage gegen
Steffen Gottschalk revanchierte.
In
den Anfangsduellen ging das Konzept von Leipzigs Trainer Uwe Neumeister noch
auf, denn Martin Petzold (55 kg) sowie Andreas Guttentag (120 kg) besiegten
ihre Gegenüber. Thalheims Leichtester Falko Berthel hatte gegen den
amtierenden Dritten der Deutschen Juniorenmeisterschaften mit 0:15 das
Nachsehen. Ronny Fritz lief im Superschwergewicht lange einem 0:1-Rückstand
hinterher, den er sich gegen Guttentag bereits in den ersten Sekunden des
Kampfes eingehandelt hatte.
Den
nun folgenden dritten Vergleich (60 kg) kann man getrost als Höhepunkt des
Abends bezeichnen. Selbst der Markneukirchner Kampfrichter Axel Blümel war
beeindruckt und meinte nach dem Duell zwischen Thomas Berger und Marcus
Stichling: "Solche Kämpfe müsste man im Fernsehen zeigen, dann wäre
das Ringen nicht mehr lange nur Randsportart." Der Leipziger war nach
einem Beinausheber in der ersten Minute 6:0 in Führung gegangen. Doch so
schnell gab "Bergsi" nicht auf. Mit einem lupenreinen Hüftwurf kam
er wieder in Schlagdistanz. Der eiserne Siegeswille des Thalheimers und die
nachlassende Kondition von Stichling sorgten dafür, dass die Fans am Ende ein
8:6 für ihren Mann in Rot lauthals bejubeln konnten.
Bis
96 kg spielte André Montag gegen Alexander Feist von den Gästen seine
physischen Vorteile aus. Mit Aushebern und Rollen triumphierte der Klassiker
nach dreieinhalb Minuten mit 15:0. Im Leichtgewicht (griechisch-römischer
Stil) war der 16-jährige Dennis Mehlhorn für Chris Paetzold ins Team
gerückt. Er hielt gegen den mehrfachen Landesmeister André Tischendorf lange
gegen, fing sogar eine Rolle ab, doch zehn Sekunden vor dem Ende musste er die
Überlegenheit des KFC-Athleten anerkennen. Nach den ersten fünf Begegnungen
führten die Leipziger mit 10:6.
Die Weichen auf Gesamtsieg stellte Norman Schönwälder im
freien Stil des Mittelgewichts. Eine blitzschnelle Aktion kurz vor der Pause
brachte ihm den 1:0-Erfolg gegen Steffen Gottschalk. Das gleiche Ergebnis
erzielte Heiko Gensicke gegen den 36-jährigen Mattenfuchs Andreas Verniest
bis 66 kg (Freistil), so dass es vor den abschließenden drei Duellen 10:10
stand.
Die
Pleißestädter legten nun erneut vor und kamen durch das knappe 1:0 ihres
Stephan Hube gegen Heiko Heinemann in Front. Zum Abschluss mussten also die
beiden 74-kg-Trümpfe des RVT stechen. Seinem Beinamen als "Mister
Zuverlässig" blieb Petr Bielesz treu, als er Tilo Türk nach
kräftezehrenden sechs Minuten 3:1 bezwang. Erneut war der Gleichstand da und
es musste die zehnte Begegnung zwischen Ralph Piterek und Bernd Braumann eine
Entscheidung bringen. "Ralle", wie er von seinen Thalheimer Fans nur
genannt wird, begann verhalten, doch als er merkte, dass seine schnellen
Beinattacken zum Erfolg führten, sah man einen Angriff nach dem anderen.
Unter großem Beifall gewann Piterek mit 8:2 und stellte damit den
14,5:12-Endstand für den RV Thalheim her.
In den kommenden Wochen müssen die Drei-Tannen-Städter,
die weiter auf dem Bronzerang der Staffel Ost liegen, zweimal auf auswärtige
Matten, ehe der nächste Heimkampf am 4. Dezember ansteht. Dann wird auch die
traditionelle öffentliche Weihnachtsfeier im Sportlerheim an der Stollberger
Straße gefeiert.
Holger Hähnel, 14.11.2004
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