| 17. Kampftag, 11.12.2004: KG
Frankfurt/Eisenhüttenstadt - RV Thalheim
Frankfurt zündet den Aufstiegs-Turbo Thalheim im Kampf um Platz eins geschlagen - Brandenburger reaktivieren Trainer Michael Kothe Die Prognose von Jochen Schwarzer bestätigte sich: Im Spitzenkampf seines RV Thalheim gegen die KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt stand so mancher Einzelvergleich auf der Kippe. In eigener Halle waren es jedoch die Brandenburger, die den Aufstiegs-Turbo zündeten und in den oberen Gewichtsklassen die entscheidenden Siege einfuhren. Mit ihrem Trainer Michael Kothe im Mittelgewicht, der seit drei Jahren nicht mehr wettkampfmäßig im Einsatz war, zog die KG zudem einen gewaltigen Trumpf aus dem Ärmel. Hinzu kam das verletzungsbedingte Fehlen von Thalheims Petr Bielesz (Platzwunde), so dass es am Ende ein recht deutliches 19,5:8 für die Gastgeber wurde. Sie stehen damit als Sieger der 2. Bundesliga Ost fest und sind berechtigt, ins Ringer-Oberhaus einzuziehen. Eisenhüttenstadt - Die Gäste starteten mit einem 0:4-Rückstand in die Begegnung, denn Falko Berthel war bis 55 kg Marc Wentzke 0:15 unterlegen. Dem amtierenden Dritten der Deutschen Meisterschaften Ronald Kraft stand Thalheims Ronny Fritz im Superschwergewicht gegenüber. Der Frankfurter nutzte seine Vorteile im physischen Bereich und gewann knapp mit 3:1. Zur Aufholjagd setzte danach Thomas Berger (60 kg, Freistil) an. Ständig im Vorwärtsgang war der Thalheimer bemüht, so viele Zähler wie möglich einzufahren. Sein 10:0 gegen den ums Ausreißen bemühten Thilo Wilamowski brachte drei Punkte aufs RVT-Konto. Einen engen und im Ausgang zugleich umstrittenen Kampf erlebten die 300 Zuschauer in der Inselhalle Eisenhüttenstadt bis 96 kg. Dort kam es zu einer Neuauflage des diesjährigen Viertelfinales der Deutschen Meisterschaften zwischen Andreas Miekeley (Frankfurt) und André Montag. Nach sechs Minuten hatte Miekeley 5:4 die Nase vorn. Zur Pause nach fünf Duellen lagen die Erzgebirger dann bereits mit 3:9 im Hintertreffen, denn auch Chris Paetzold musste gegen den starken Fabian Jänicke (66 kg, Klassisch) eine 0:10-Punktniederlage einstecken. Im Duell bis 84 kg (Freistil) hatte man auf Thalheimer Seite normalerweise mit einem Sieg gerechnet, doch die Frankfurter brachten nicht wie erwartet Markus Bankert auf die Matte, sondern ihren "Joker" Michael Kothe, und der stach. Norman Schönwälder war dem KG-Trainer mit 0:5 unterlegen. "Wir wollten heute voll auf Sieg gehen, und deshalb haben wir Micha eingesetzt", begründete Frankfurts Co-Trainer Michael Kebschull den Platz des Routiniers in der Aufstellung. Punkte für die Drei-Tannen-Städter brachte Heiko Gensicke (66kg, Freistil) ein. Thilo Wilamowski wurde souverän beherrscht, so dass nach einem 12:2-Erfolg drei Mannschaftszähler nach Thalheim gingen. Den 6:13,5-Rückstand wollte auch Heiko Heinemann weiter verkleinern. Bis 84 kg (Klassisch) machte "Heinz" einen seiner besten Kämpfe in dieser Saison - und war dennoch 0:1 unterlegen. Gegen den amtierenden Vizemeister der Junioren, Andreas Schulze, entschied der Hallenser Kampfrichter Olaf Korte im Zwiegriff auf Wertung für den Frankfurter, ohne dass der RVT-Athlet erkennbar gelöst hatte oder beherrscht wurde. Heinemann kämpfte weiter bis zum Umfallen, jagte seinen Gegner förmlich über die Matte, aber eine Wertung wollte einfach nicht gelingen. Die Gastgeber lagen nun uneinholbar mit 15,5:6 in Front. Für Petr Bielesz sprang der 16-jährige Dennis Mehlhorn in die Bresche. Er musste sich dem Auswahlkader Marcus Thätner nach zahlreichen Würfen aus der Bodenlage technisch unterlegen geschlagen geben. Zum Abschluss holte Ralph Piterek mit einem 0:1 zwei Zähler gegen Martin Eiseler. "Wir wurden hier etwas unter Wert geschlagen", kommentierte Jochen Schwarzer das recht deutliche Ergebnis. An dem Silberrang der Thalheimer kann jedoch nicht mehr gerüttelt werden. Im Zwönitztal hofft man auf einen siegreichen Saisonabschluss am kommenden Wochenende gegen den AC Taucha. Holger Hähnel, 12.12.2004 |