| 18. Kampftag, 18.12.2004: RV Thalheim
- AC 1990 Taucha
Versilberte Saison mit Sieg beendet
RV Thalheim bezwingt AC 1990 Taucha mit 19,5:10
Die Zweitligasaison der Ringer 2004 ist Geschichte. Mit einem verdienten 19,5:10-Erfolg über den AC Taucha schloss der RV Thalheim sein Jubiläumsjahr ab. Die zehn Akteure aus der Drei-Tannen-Stadt zeigten am vergangenen Sonnabend allesamt noch einmal guten Sport. Zu Beginn der Rückrunde hatte man sich den Silberrang in der Staffel Ost vom FC Erzgebirge Aue geholt und diese Platzierung nun bis zum Ende verteidigt.
Die Lößnitztaler selbst blieben trotz eines hohen 23,5:4-Sieges gegen eine "zweite" Mannschaft des zukünftigen Erstligisten Frankfurt/Eisenhüttenstadt auf dem Bronzerang. Als Absteiger steht die vogtländische Kampfgemeinschaft aus dem KSV Pausa und dem ASV Plauen fest.
Zu den einzelnen Kämpfen: Zu Beginn der Begegnung jubelten unter den knapp 400 Fans am Mattenrand fast ausschließlich die circa 40 mitgereisten Tauchaer. Sie sahen zunächst einen Sprint-Sieg ihres Nachwuchsathleten Hendrik Strauß. Er konnte bis 55 kg dem Thalheimer Falko Berthel nach einer Minute 15 Punkte abnehmen. Im Superschwergewicht musste Ronny Fritz mit 24 Kilo mehr bei seinem Tauchaer Gegenüber Uwe Zinnecker klarkommen. Es keimte Hoffnung, als Ronny zwischendurch auf 1:2 verkürzen konnte, doch dann setzte Zinnecker zu seiner Spezialtechnik, einer Schleuder, an. Aus der Festhalte gab es für den Thalheimer kein Entrinnen mehr - das hieß Schulterniederlage und ein zwischenzeitlicher Rückstand von 0:8 in der Mannschaftswertung.
Als Vertretung für Thomas Berger ging bis 60 kg Sebastian Weckener auf das Mattenrund. Seine aggressive Kampfweise war gegen André Paris genau das richtige Mittel, um so viele Punkte wie möglich zu holen. Exakt zwei Sekunden vor dem Schluss reichte es beim 20:4 zur technischen Überlegenheit für den Thalheimer. Weiter verkürzen konnte André Montag den Rückstand der Gastgeber. Im Duell der beiden diesjährigen Dritten der Deutschen Meisterschaften ging er gegen Nico Graf als 3:1-Punktsieger hervor.
Zur Halbzeit hatte sich Taucha einen 10:6-Vorsprung erkämpft, denn ihr Sascha Wendt kam gegen Chris Paetzold zu zwei Punkten per Bodenrolle. Dies sollten allerdings auch die letzten Zähler für die Gäste an diesem Abend bleiben. Mit einem lupenreinen Achselwurf gewann Norman Schönwälder (84 kg, Freistil) nach der Pause gegen Tino Köllmann 4:2. Auch der nächste Freistiler des RVT, Heiko Gensicke, war mit kraftvollen und zugleich schnellen Aktionen erfolgreich. Dirk Loewenau wurde souverän beherrscht und mit 8:1 besiegt.
Mittlerweile lag Thalheim zum ersten Mal in dieser Begegnung in Führung (10,5:10). Im Mittelgewicht (Klassisch) schien Stefan Teltscher (Taucha) keine richtige Lust zu haben, sich zu jeder Zeit dem Kampf mit Heiko Heinemann zu stellen. Der Lugauer Kampfrichter Thomas Wolf ermahnte ihn aus diesem Grund mehrmals. Bei der dritten Verwarnung war dann Schluss. Teltscher wurde wegen wiederholter Passivität und Mattenflucht disqualifiziert und die vier Zähler blieben in Thalheim. Technische Leckerbissen bot bis 74 kg (Klassisch) einmal mehr Petr Bielesz. Der 21-jährige Matthias Görtz wurde gerollt und geworfen, so dass nach sechs Minuten ein deutlicher 10:0-Erfolg für den Mann in Rot an der Anzeigetafel stand. Die letzten Zähler steuerte Ralph Piterek gegen André Keller bei (2:0-Punktsieg). Der Freistiler blieb auch in seinem 17. Duell in dieser Saison ungeschlagen und ist damit der erfolgreichste Thalheimer Ringer der abgelaufenen Bundesligarunde.
Auf die am 15. Januar in Zschopau (Bezirksmeisterschaften) beginnende Serie von Einzelturnieren können alle Zweikämpfer aus der Drei-Tannen-Stadt mit Zuversicht blicken. Darunter fallen ebenso die Ringer der zweiten Mannschaft, die in der Oberliga Sachsen einen 27,5:6,5-Sieg gegen Taucha II einfuhren und die Saison auf Rang vier beenden.
Holger Hähnel, 19.12.2004
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