| 3. Kampftag, 4.9.2004: RC
Germania Potsdam - WKG Pausa/Plauen
Pausa verliert in Potsdam Germania Potsdam - KSV Pausa/ASV Plauen 22,5:5,5 Pausa/Potsdam. Mit 5,5:22,5 Punkten holte sich der KSV Pausa/Plauen bei RC Germania Potsdam die dritte hohe Niederlage in der zweiten Ringerbundesliga ab. Schaut man sich die einzelnen Kämpfe an, dann sind es viele knappe Punktniederlagen, die die Vogtländer kassierten. Die jungen Ringer, die in die Mannschaft integriert wurden, brauchen einfach diese Lehrzeit, um zu reifen und zu wissen, was künftig auf sie zukommt. Der Wille zum Sieg ist da. Die Einsatzbereitschaft auch. Was jetzt noch fehlt, sind die Erfahrung und ein Erfolgserlebnis. Der Vogtländer Mike Elschner hatte so gute Siegchancen wie sein Gegenüber Robert Gleich (55 kg). Zu viel Respekt am Anfang und fehlende Kraft am Ende, zwei Gründe für den 4:6-Erfolg des Potsdamers. Elschner gelang ein schöner Hüftwurf. Silvio Hoffmann war sechs Minuten im Vorwärtsgang gegen den Jugendlichen Benjamin Kraft (60 kg). Der Potsdamer war nur passiv eingestellt und wollte unbedingt über die Zeit gehen. Das gelang ihm. Am Ende siegte der Mann der WKG Pausa/Plauen mit 13:0. Eine Aktion fehlte zum 4:0-Sieg. Trotzdem ist bei Hoffmann der Aufwärtstrend klar erkennbar. Der Wille zum Sieg ist bei Karl Schreiter da. Eine Unachtsamkeit gegen Dirk Methfessel (66 kg) führte letztlich zum relativ hohen 10:0-Niederlage des Pausaers Schreiter. So ließ er sich fünf Punkte in Folge abnehmen. Da fehlt noch die nötige Cleverness im Abwehrverhalten. Tim Riedel hielt bis zur Pause relativ gut mit. Sekunden vor dem Pfiff des gut amtierenden Leipziger Mattenleiters Roland Wenzel gelang dem Potsdamer Marco Kleest ein Wurf über die Brust (66 kg). Riedel landete auf beiden Schultern. Michael Wächter (74 kg) und Damian Hartmann lieferten sich einen verbissenen Kampf, den der Pausaer mit 5:3 gewann. Wächter lag schon nach Punkten hinten, als ihm bei einer Rolle von Hartmann der Konter gelang. Ein wichtiger Sieg für die Pausaer, der Auftrieb geben sollte. Alexander Georgi kämpfte verbissen um den Zähler gegen Martin Franke, dem am Anfang ein Punkt gelang. Der Potsdamer verteidigte mit allen Mitteln diesen Vorsprung und gewann mit 1:0. Stefan Bonev (84 kg) war nicht einsatzbereit, so dass die Potsdamer die Punkte kampflos erhielten. Falls der Heilungsprozess des im Kampf gegen Aue schwer Verletzten gut voranschreitet, ist mit seinem Einsatz am Ende der Hinrunde wieder zu rechnen. Florian Heß (84 kg) hatte keine Chance gegen den Jugendlichen Thomas Franke. Der Potsdamer stand stabiler, Heß musste öfters in die Bodenlage und gab dabei die Punkte für die 1:10-Niederlage ab. Auch Torsten Obstfelder (96 kg) hatte Chancen gegen Karsten Siegert, dem aber der entscheidende Punkt gelang. Bei Obstfelder klappten die Rollen nicht. Zum ersten Mal im Team der WKG war der Italiener Benjamin Scibilia (120 kg) gegen den 20 kg schwereren Stefan Meyer, der als deutscher Juniorenmeister durchaus kein Unbekannter ist. Der Italiener führte durch eine abgefangene Schleuder sogar mit 2:0. Aber der körperlich überlegene Meyer rollte, hob aus und schleuderte, sah stets aktiver aus und gewann mit 7:2. Am nächsten Wochenende steht der WKG der schwere Heimkampf gegen Frankfurt bevor. Quelle: Freie Presse Plauen (Alfred Adam), 6.9.04 |