2. Bundesliga 2004 - Berichte von den Kämpfen der anderen Teams

4. Kampftag, 11.9.2004: RSK Jugendkraft Gelenau - AC 1990 Taucha

Jaros rettet in letzter Sekunde das Remis

RSK "Jugendkraft 1898" Gelenau trennt sich vom AC Taucha 16,5:16,5

Gelenau. Etwa zwei Stunden, nachdem der Kampf der 2. Ringer-Bundesliga zwischen dem RSK "Jugendkraft 1898" Gelenau und AC Taucha begonnen hatte, sollten Sekunden über den Ausgang entscheiden. Im zehnten und letzten Einzelduell musste Ondrej Jaros mit mindestens fünf Punkten Vorsprung gewinnen, um zumindest ein Unentschieden für den RSK zu retten. 3:0 lag er vorn, aber die notwendige Wertung schien in immer weitere Ferne zu rücken - bis der Tscheche 20 Sekunden vor Schluss unter dem Jubel der 300 Zuschauer doch noch eine Rolle anbringen konnte.

Gelenaus Trainer René Schreiter wusste nach dem 16,5:16,5 nicht so recht, ob er sich freuen oder ärgern sollte. "Ich brauche erst etwas Abstand", so der Coach. Einerseits hatte sein Team im vierten Anlauf endlich den ersten Punkt der Saison erkämpft. Andererseits war gegen die Tauchauer durchaus mehr möglich als das Remis. Vor allem die ersten drei Kämpfe des Abends ließen den Optimismus in den Reihen des RSK wachsen. Dem überzeugenden Abbruchsieg von Daniel Franke folgte ein wichtiger von Thomas Tonn. Im Duell der Superschweren war ihm mit einer Rolle die einzige Technik gelungen. Als dann auch Björn Lehnert mit seinen Aushebern einen weiteren "Vierer" unter Dach und Fach brachte, schien ein Sieg zum Greifen nahe. Im weiteren Verlauf sollte auch der explosiv agierende Florian Schwalbe mit seinem vorzeitigen Erfolg die Erwartungen erfüllen. 14:6,5 führten danach die Gastgeber.

Allerdings gab Gelenau bei den nach der Papierform eingeplanten Niederlagen zu viele Punkte ab. Während Tobias Näther und der schon fast auf beiden Schultern liegende André Manegold sich so teuer wie möglich verkauften und ihre Resultate in Grenzen hielten, gelang es Michel Breidel, Steve Hinze und Stefan Manegold nicht, über die Zeit zu kommen. Nach diesen drei Schlappen lag der RSK plötzlich 14:16,5 hinten, so dass auf Schlusskämpfer Jaros eine enorme Last lag. "Ich denke, am Ende ist es ein gewonnener Punkt", meinte Mannschaftskapitän Daniel Franke zum Remis, das zumindest wichtig für die Moral der Mannschaft war.

Quelle: Freie Presse Annaberg (Andreas Bauer), 13.9.04