| 12. Kampftag, 6.11.2004: RSK
Jugendkraft Gelenau - KFC Leipzig
Trotz Niederlage feiern Fans ihr Team Gelenau. Die Moral und die Atmosphäre beim RSK "Jugendkraft 1898" Gelenau stimmen. Obwohl die Ringer in der 2. Bundesliga Ost gegen den KFC Leipzig eine 13,5:17,5-Niederlage einstecken mussten, machte hinterher La Ola in der Halle "Erzgebirgsblick" die Runde. Die meisten der 340 Zuschauer feierten ihre aufopferungsvoll kämpfenden Sportler. Diese wiederum bedankten sich beim Publikum für die Unterstützung. "Diese Fans hätten heute mehr verdient. Es ist schade, dass wir ihnen derzeit nicht mehr bieten können", meinte Björn Lehnert stellvertretend für die ganze Mannschaft. Doch die Anhänger waren trotz des Ergebnisses keineswegs enttäuscht, zumal sie nach den Ausfällen von Thomas Tonn (Verletzung) und Jesko Schröter (Sperre) um die Schwere der Aufgabe gegen die Messestädter wussten. Der RSK konnte als Außenseiter am Ende zwar nicht für eine Überraschung sorgen, bot allerdings hervorragend Paroli. Beide Trainer, Gelenaus René Schreiter, sowie Ex-Europameister Jürgen Hähnel vom KFC Leipzig, waren sich hinterher einig, dass alle Zuschauer "einen sehr attraktiven Kampf" erlebt hatten. Beleg hierfür ist die Tatsache, dass beide Seiten fünf Duelle gewannen. Für den Höhepunkt aus Sicht des Gastgebers sorgte Stefan Manegold im letzten Kampf des Tages. Sein Schultersieg wurde so frenetisch gefeiert, als hätte er den Gesamtsieg gebracht. Auch Florian Schwalbe begeisterte wieder einmal die Massen, als er wenige Sekunden nach dem Anpfiff seine Punktejagd mit einem lupenreinen Hüftwurf eröffnete. Beifall gab es zudem für die beeindruckenden Ausheber von Ingo Jäger. Obwohl er nach sechs Minuten 12:2 vorn lag und auch Daniel Franke sowie Ondrej Jaros ihre Duelle gewannen, sollte es am Ende nicht für den RSK reichen. Zu groß waren die Nachteile der noch unerfahrenen Daniel Schölzel und Rico Manegold. Außerdem musste Björn Lehnert vorzeitig die Segel streichen. In der Summe machten diese Ergebnisse mit den Punktniederlagen von André Manegold und Tobias Näther den Unterschied aus. "In Bestbesetzung wäre heute sicherlich einiges möglich gewesen", erklärte Lehnert, der den Fans ein erneut engagiertes Auftreten im nächsten Heimkampf (20. November) verspricht. Dann kommt es zum Derby gegen den RV Thalheim vor sicherlich wieder vollem Haus. Quelle: Freie Presse Annaberg (Andreas Bauer), 8.11.04 |