| 3. Kampftag der Relegation, 6.1.2007:
RV Thalheim - SV Luftfahrt Berlin RVT wieder auf
Erstligakurs
Mit 22:15-Heimsieg gegen
stark besetzten SV Luftfahrt Berlin wieder auf Kurs 1. Liga
Thalheim.
Gegen den Sportverein Luftfahrt Berlin erkämpfte sich der RV Thalheim am
Sonnabend einen 22:15-Erfolg in der Relegation zur 1. Ringer-Bundesliga.
Dies ist gleichzeitig einer der wichtigsten Siege der letzten Jahre, denn
bei einem Absturz gegen die "Luftfahrer" hätte man sich den
Verbleib in Liga eins wohl abschminken können.
Die Hauptstädter hatten alle ihre Spitzenkämpfer mitgebracht und das,
obwohl sie im Vorhinein auf ihrer Internetseite von Aufstiegsambitionen
Abstand nahmen. Von diesem Bluff ließen sich die Thalheimer jedoch nicht
beeindrucken. Bereits in der Kabine schwor Jochen Schwarzer seine Athleten
auf die Bedeutsamkeit der Begegnung ein: "Jeder muss sein volles
Leistungspotenzial abrufen, dann werden wir gewinnen", lautete seine
Devise.
Schwer
hatte es zum Auftakt Patrick Baumann, der zwar das beste gab und einige
Male seine Schleudertechnik ansetzen konnte, am Ende aber Sven Cammin mit
0:3 Runden unterlag. Die hohen Siege gaben diesmal den Ausschlag zugunsten
der Hausherren, denn was die Anzahl der Einzelerfolge angeht, waren beide
Teams mit jeweils fünf ausgeglichen. Den ersten vollbrachte André Montag
(Superschwergewicht), dessen Gegner Stefan Zech beinahe schwindlig werden
musste, so oft zog der Thalheimer am Boden seine Rollentechnik durch.
Ebenso
souverän setzte sich Thomas Berger (60 kg) durch, ehe die Atmosphäre von
den etwa 40 mitgereisten Luftfahrt-Fans angeheizt wurde, denn ihr
polnisches Freistil-As Radoslaw "Radek" Dublinowski konnte sich
mit zahlreichen Beinattacken 3:1 gegen Aleksandr Sommer durchsetzen.
In
die Herzen der 530 Fans kämpfte sich Heiko Gensicke (66 kg, Freistil),
der es gegen die starke Konkurrenz in Liga eins zuletzt nicht immer
einfach hatte. Ständig im Vorwärtsgang ließ er Mario Bührig nicht die
Spur einer Chance und gewann technisch überlegen. "Das war ein
echtes Feuerwerk von Heiko, das sollte ihm Auftrieb geben", freute
sich Trainer Jochen Schwarzer über die Leistung des 25-Jährigen.
Noch
hatte des SV Luftfahrt jedoch einige Trümpfe im Ärmel. "Da haben
wir es wieder einmal gezeigt, dass bei uns um jede Runde bis zuletzt
gekämpft wird", lobte Jochen Schwarzer Holger Hähnel (84 kg,
Klassisch), der dem favorisierten Mirco Redmann zwei Durchgänge abnahm.
Im Anschluss befand sich der Gegner von Olaf Brandt (66 kg, Klassisch)
ständig im Rückwärtsgang und hätte gut und gerne mit drei Verwarnungen
wegen Mattenflucht bestraft werden können. So reichte es für den
ringenden Pizzabäcker aus Aue zwar nicht zum Überlegenheitssieg, doch er
hatte den Thalheimer Vorsprung auf 17:9 ausgebaut.
Der
jüngere der international erfahrenen Dublinowski-Brüder, Lukasz,
erzielte gegen Norman Schönwälder das gleiche Resultat wie sein Bruder.
Die junge Berliner Mannschaft glänzte auch mit ihrem Freistil-Kraftpaket
Martin Obst (74 kg), gegen den Thalheims Ralph Piterek zwar eine Runde
gewann, die Revanche für die letztjährige Niederlage jedoch nicht
schaffte.
Bis auf vier Zähler kamen die Spreestädter damit heran, doch am Ende
war es Petr Bielesz, der im ständigen Vorwärtsdrang Klaus Prestele
zermürbte und die letzten drei Zähler aufs Thalheimer Konto brachte. Am
kommenden Wochenende haben die Zwönitztaler kampffrei und können nun
vorerst ihre Gegner Greiz und Berlin in der Rückrundenformation
studieren, ehe es am 20. Januar in Hauptstadt geht.
Die zweite Thalheimer Mannschaft konnte sich im ersten Aufstiegskampf
zur Regionalliga gegen die Kampfgemeinschaft Vorpommern ebenfalls gut
präsentieren, unterlag jedoch mit 16:21.
Weitere Bilder
Holger Hähnel, 7.1.2007
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