1. Bundesliga 2006/07 - Berichte von den Kämpfen des RVT

9. Kampftag 18.11.2006: FC Erzgebirge Aue - RV Thalheim

Aue siegt in Bestbesetzung

RV Thalheim verliert Derby mit 14:22

Thalheim/Aue. Alles gegeben und doch verloren. - Dieser Satz passt wohl am besten zum Bundesligakampf des RV Thalheim am Sonnabend beim FC Erzgebirge Aue. Der Favoritenstellung, die man den Lößnitztalern vor der Saison zugewiesen hatte, wurden sie diesmal gerecht und gewannen das Erzgebirgsderby mit 22:14.

Gästetrainer Jochen Schwarzer war schon direkt nach dem Wiegen klar, dass es für sein Team ein schwerer Gang würde. "Heute haben sie die Creme de la Creme ihres Kaders aufgestellt", meinte der Zwönitzer, der selbst viele Jahre für die damalige BSG Wismut Aue auf der Matte stand.

Wie ein roter Faden zog sich durch fast alle Duelle, dass es für den RV Thalheim an diesem Abend vor 400 Fans nicht lief. Im Auftaktkampf war Patrick Baumann (55 kg) einem Sieg gegen Pierre Vierling sehr nah. In Runde fünf wollte er mit einer Kopfschleuder seinen Rückstand wettmachen, doch das ging schief. Er wurde vom Auer abgefangen und konnte sich aus der Schulterlage nicht mehr befreien. "Das war einfach eine dumme und unüberlegte Aktion von mir. Ich hätte dieses Risiko nicht eingehen dürfen", ärgerte sich der Papiergewichtler.

Dass so einiges einfach nicht klappen wollte auf Thalheimer Seite, zeigte sich auch in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm und den beiden Begegnungen bis 84 Kilogramm. Hier wären durchaus mehr gewonnene Runden für den RVT drin gewesen, doch meist behielten die Lößnitztaler knapp die Nase vorn. Glänzen konnten diesmal vor allem die Punktgaranten Olaf Brandt (66 kg/k), Petr Bielesz (74 kg/k) und Ralph Piterek (74 kg/f), die deutliche Punktsiege einfuhren.

Mit der Niederlage rückt die Zwischenrunde für den RV Thalheim in weite Ferne, denn damit rutschte man auf den sechsten Tabellenplatz ab. Die letzte kleine Chance, doch noch auf Rang vier zu kommen, besteht am kommenden Sonnabend, wenn es zu Hause gegen die Kampfgemeinschaft Frankfurt/Eisenhüttenstadt geht.

Holger Hähnel, 26.11.2006