| 3. Kampftag 27.09.2008: RV
Thalheim - ASV Hof
Nach gutem Start punktet der Favorit RV Thalheim unterliegt ASV Hof mit 9:24
Richtig gut los ging es für die Erzgebirger im Auftaktmatch
zwischen Patrick
Den längsten Applaus trotz seiner Niederlage erhielt Ringeroldie Rüdiger Möhring (96 kg, Freistil). Seinen unglaublichen Teamgeist stellt der 51-Jährige schon seit dem ersten Kampftag unter Beweis, indem er sich als Ersatz für den Langzeitverletzten André Montag (Achillessehnenriss) für die Mannschaft aufopfert und gegen die meist überlegene Gegnerschaft antritt. Kaum einer hielt es für möglich, dass der vierfache Großvater und von den Fans liebevoll "Opa Möhre" betitelte Thalheimer gegen Tomas Voboril den Hauch einer Chance haben würde. Doch gleich in Runde eins sorgte Rüdiger Möhring für eine Einmaligkeit, als er dem ehemaligen Zehnten der Junioren-WM eine Einser-Wertung abluchste und diese bis zum Ende verteidigte. Die folgenden Durchgänge gewann zwar der Tscheche, doch die Sympathien zog Möhring auf sich. Auch bei den vielen mitgereisten Hofer Fans fand der Thalheimer Dauerbrenner große Anerkennung. "Es war sogar noch etwas mehr drin. Mit der Schnelligkeit von vor zwei Jahren hätte ich hier sicher noch eine Runde geholt", kommentierte Möhring nach dem Kampf mit einem Lächeln auf den Lippen. Zur Halbzeitpause führten die Gäste nach der 0:4-Niederlage von Tobias Löffler (66 kg, Freistil) gegen Sascha Büchner bereits mit 14:4. Eine ganz starke taktische Leistung vollbrachte auf Thalheimer Seite Waldemar Streib (84 kg, Klassisch). Gegen den mehrfachen EM- und WM-Teilnehmer Filip Soukup gab "Waldi" nicht eine einzige technische Wertung ab, so dass der Hofer nur aufgrund der Aktivität im Stand das Duell knapp mit 1:0 für sich entscheiden konnte.
Den knappsten Vergleich erlebten die Zuschauer im Limit bis 66 Kilogramm (Klassisch). In den ersten beiden Runden bejubelten die Thalheimer Fans ihren 17-jährigen Kevin Mehlhorn, der dann jedoch gegen den ehemaligen Vierten der Kadetten-EM, Ondrej Ulip, dem hohen Anfangstempo Tribut zollen musste und trotz größter Kraftanstrengungen noch hauchdünn mit 2:3 unterlag. Mit dem erst 17 Jahre alten Ramsin Azizsir schickten die Hofer ihr größtes Talent bis 84 Kilogramm (Freistil) ins Rennen. Der zweifache Deutsche Jugendmeister ließ Thalheims Aleksandr Sommer nicht zum Zuge kommen und nutzte eiskalt jeden Fehler des RVT-Athleten zu seinen Gunsten. Einer konzentrierten Leistung von Dominic Förster (74 kg, Freistil) war es im vorletzten Vergleich des Abends zu verdanken, dass gegen den Militär-Weltmeister von 2000, Dominik Zeh, nur drei Mannschaftspunkte abgegeben wurden. Vor allem am Boden hielt Förster stark gegen und ließ keine Freistil-Techniken des Hofers zu.
Das verloren gegangene Duell mit den Oberfranken stellte gleichzeitig den Auftakt zur "Englischen Woche" der Ringer in diesem Jahr dar. Am Freitag muss der RVT beim KFC Leipzig, einem der ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, ran. Bereits am kommenden Sonnabend steht dann die nächste Heimbegegnung gegen den Türkischen Ringerverein Berlin an, in dessen Vorfeld es zum mit Spannung erwarteten Oberligaderby zwischen dem RV Thalheim II und dem AC Auerbach kommt. weitere Bilder (Klicken zum Vergrößern): Wettkampfprotokoll: (pdf) Holger Hähnel, 28.9.2008. | |||||||