Die Kleinen kommen groß raus

Jugendmannschaft Lugau/Thalheim liegt nach sieben Kampftagen auf Platz 1 - am Sonnabend Spitzenkampf in Lugau

Thalheim. Etwas im Schatten der Männermannschaften von der Bundes- bis zur Oberliga absolvierte auch der Ringernachwuchs in der Jugendliga Mitteldeutschland die ersten sieben Kampftage in dieser Saison. Doch verstecken brauchen sich die Schützlinge der Trainer Michael Radtke (Lugau) und Tino Korb (Thalheim) nicht. Die "Kleinen" von der Wettkampfgemeinschaft Lugau/Thalheim kamen bislang groß raus, denn seine fünf Kämpfe konnte das Team allesamt siegreich gestalten. Gemeinsam mit dem Vorjahressieger WKG Pausa/Plauen stehen die jungen Athleten aus dem Landkreis Stollberg damit gemeinsam an der Spitze der Tabelle.

Zum Aufeinandertreffen der beiden Führenden kommt es an diesem Sonnabend um 17:30 Uhr in der Turnhalle der Mittelschule "Am Steegenwald" (Sallauminer Straße) in Lugau als Vorkampf zum Oberligaduell des RV Eichenkranz Lugau gegen die zweite Männermannschaft von Pausa/Plauen. Die Vogtländer wurden im Vorfeld als Favorit auf Platz eins in der Jugendliga gehandelt. Im bisherigen Saisonverlauf fuhren sie ihre Siege fast exakt in der gleichen Höhe wie die Lugau-Thalheimer WKG ein, was ein spannendes Gefecht am Sonnabend erwarten lässt.

Den deutlichsten Erfolg fuhr die Nachwuchsmannschaft der Eichenkränze und der Drei-Tannen-Städter am Tag der Deutschen Einheit ein, als man mit 36:12 gegen den AC 1897 Werdau gewann. Auch in den anderen Begegnungen blieben die zwölf Zweikämpfer im Alter von elf bis 16 Jahren siegreich, wobei das Team vor allem durch seine Ausgeglichenheit bestach. Sogar gegen die im Vorfeld als heißen Titelkandidaten gehandelte Kampfgemeinschaft Leipzig/Taucha gelang ein 28:20-Erfolg. Das Team aus Nordsachsen, das zum ersten Mal in der Jugendliga antritt, kann man quasi als Leipziger Bezirksauswahl bezeichnen.

Einige Sportler opfern sich besonders stark auf und treten sogar in einer Gewichtsklasse höher als üblich an, wie etwa der Thalheimer Benjamin Opitz (46 Kilogramm). Er rang bei den Einzelturnieren noch im Limit bis 38 Kilogramm, wo der "Nachwuchssportler des Jahres 2006" Mitteldeutscher Meister wurde.

Das Zusammenspiel zwischen den Lugauer und Thalheimer Athleten funktioniert bestens. "Wir haben auch schon einige Male gemeinsam trainiert. Das stärkt natürlich sowohl das sportliche Niveau als auch den Zusammenhalt in der Mannschaft", ist Thalheims Trainer Tino Korb optimistisch für den weiteren Verlauf der Saison. Er kann dabei auch auf die Unterstützung der Eltern bauen. So betreut beispielsweise Frank Opitz das Team von Thalheimer Seite, wenn dies der Terminkalender von Tino Korb einmal nicht zulässt.

Holger Hähnel, 10.10.07