| Ab 2005 wird in Runden
gerungen Bundesligatagung in Darmstadt bringt Änderungen in den Regeln - aber keine in der Struktur weitergehende Infos: Bericht vom Sachsenringer - Klick! Darmstadt-Arheilgen - Schon sehr früh im neuen Jahr mussten sich die Bundesligavereine der Ringer diesmal mit Fragen zu Regeln und Struktur in den höchsten deutschen Leistungsklassen auseinandersetzen. Im Darmstädter Vorort Arheilgen kamen am vergangenen Sonnabend Vereinsvertreter aus ganz Deutschland zusammen, um über eventuelle Änderungen für die nächste Mannschaftssaison zu diskutieren und abzustimmen. Fazit diesmal: Die Wettkampfregeln werden geändert, ansonsten bleibt alles beim Alten. Im Einzelnen bedeutet dies, dass ab August 2005 nicht mehr zwei Kampfhälften à drei Minuten über den Ausgang eines Kampfes entscheiden, sondern es wird erstmals in der Geschichte der Bundesliga in Runden gerungen. Dies stellt eine Art Revolution der Regeln dar, die auch bei den Einzelwettkämpfen Anwendung finden werden. Es wird dann jede Runde (Dauer: zwei Minuten) einzeln gewertet. Gewonnen hat der Ringer, der die Mehrzahl der Runden für sich entscheiden kann. Bei den Einzelturnieren gibt es maximal drei, bei den Mannschaftskämpfen maximal fünf solcher Runden. Der Schultersieg als bleibt natürlich erhalten - unabhängig von der Anzahl gewonnener Runden. Die Zuschauer werden sich erst an die neuen Regelungen gewöhnen müssen, doch die Verantwortlichen des internationalen Ringerverbands (FILA) versprechen sich eine höhere Attraktivität. "Die Kämpfe werden sicher härter für jeden einzelnen Athleten, insbesondere im konditionellen Bereich", prognostiziert Thalheims Männertrainer Jochen Schwarzer. Wie sich andere einschneidende Änderungen, wie der Wegfall der Passivitätsverwarnung oder die Belohnung fürs "Rausschieben", auswirken, bleibt abzuwarten. Die Regeländerungen waren jedoch nicht die einzigen Punkte, die in Darmstadt auf der Tagesordnung standen. Auch Vorschläge zur Begrenzung der Zahl eingesetzter ausländischer Ringer pro Mannschaftskampf wurden diskutiert. Eine freiwillige Selbstbeschränkung auf vier Ausländer pro Team stand im Raum, doch zu einer solchen Regelung kam es nicht. Die Verantwortlichen des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) wollten dies nur zulassen, wenn es eine einstimmige Aussage seitens der Vereine dazu gibt, weil europäisches Recht juristisch keine Beschränkung zulässt. Da einige Vereine, die mit sehr hohem Ausländeranteil ringen, jedoch dagegen stimmten, wurde eine Selbstbeschränkung für 2005 verworfen. Ebenfalls nichts geändert hat sich an der Ligastruktur, d.h. es wird auch 2005 in zwei Erstligastaffeln und drei Staffeln der zweiten Bundesliga gerungen. Wahrscheinlich neu in die 2. Bundesliga Ost kommt der TuS Jena, der seinen ersten Aufstiegskampf gegen die Berliner Ringerbären gewinnen konnte. Für den interessierten Ringkampffan kann es schon am kommenden Sonnabend eine Begegnung mit dem neuen Regelwerk der FILA geben. In Zschopau stehen dann die Bezirksmeisterschaften der Männer in beiden Stilarten an. Holger Hähnel, 9.1.2004 |