Pausa.
Einher mit einem kurzzeitigen Wintereinbruch ging am vergangenen
Sonnabend der Erfolg der E-Jugend-Ringer des Landkreises (6 bis 8 Jahre)
bei den Bezirksmeisterschaften in Pausa. Sechs Medaillen konnten die
jüngsten Mattenflöhe aus der Erdachsenstadt entführen. Der RV
Eichenkranz Lugau gewann zweimal Gold, die Thalheimer holten sich mit je
einmal Gold, Silber und Bronze einen kompletten Medaillensatz und der AC
Auerbach fuhr mit einer Silbermedaille nach Hause.
Ganz souverän holte sich Toni Drechsel von den Eichenkränzen (28 kg)
den Bezirksmeistertitel. Bei seinen vier Schultersiegen ließ er nichts
anbrennen und bezwang unter anderem seinen Teamkameraden Tim Barda, der am
Ende Vierter wurde. Gold heimste ebenfalls Gregor Leiske vom RVE ein. Im
Limit bis 42 kg gewann er gegen seinen einzigen Kontrahenten Kevin
Drehmann vom gastgebenden KSV Pausa auf Schultern. Bis 34 kg kam Falko
Demmler aus Lugau auf Rang vier.
In
der 34-kg-Klasse trafen sich zudem gleich drei Thalheimer
Nachwuchsathleten. Die besten technischen und kämpferischen Qualitäten
offenbarte Toni Fichtner, der vor allem im Finale gegen den Werdauer
Marvin Söll nach verlorener erster Runde mit tollen Beinangriffen
glänzte und noch triumphierte. Die weiteren RVT-Kämpfer Max Krauß und
Lars Breitfeld wurden in diesem Limit Dritter bzw. Fünfter. Miko Ham von
den Zwönitztalern (31 kg) strahlte vor Freude über seinen zweiten Platz,
den er sich nach zwei Schultersiegen und einer Niederlage redlich verdient
hatte.
Für
so manchen der Mattenflöhe war das Turnier zugleich der erste Wettkampf
überhaupt. So trat der siebenjährige Valentin Heinert aus Thalheim zum
ersten Mal gemeinsam mit einem Schiedsrichter auf die Matte. Zwar wurde es
in der Gewichtsklasse bis 21 kg diesmal nur der siebente Platz, doch Papa
Thorsten filmte am Mattenrand eifrig mit. Am Sonntag folgte schließlich
die Auswertung am heimischen Fernseher und Valentin versprach, aus den
Fehlern zu lernen. Im ersten Duell war er seinem Vereins- und Schulfreund
Niclas Schäfer unterlegen, der Sechster wurde.
Für den Athletenclub Auerbach holte sich Fabien Martin die
Silbermedaille bis 21 kg. Nach einem Schultersieg und einer
Punktniederlage im Pool stand der ACA-Ringer dennoch im
"großen" Finale um Rang eins. Hier erwies sich allerdings der
Pausaer Trainersohn Tobias Knittel als zu stark. Die Freude über den
Erfolg war dennoch groß.
Nur eines stimmte traurig im Vogtländischen und das war die
Teilnehmerzahl insgesamt. Nur 33 Kinder kämpften in den zehn
Gewichtsklassen um die Medaillen und Urkunden. Die rückläufige Zahl ist
sicher zum Großteil dem Geburtenschwund der letzten Jahre geschuldet.
Doch gerade deshalb sollten alle Vereine ihre Anstrengungen in der
Nachwuchsgewinnung wieder erhöhen.