Zella-Mehlis. Enttäuschend verliefen die Deutschen
Meisterschaften der Junioren in Zella-Mehlis für den Ringer-Verband
Sachsen. Drei fünfte Plätze waren bei den Klassikern in Zella-Mehlis die
magere Ausbeute für die RVS-Athleten. Auch die drei Nachwuchskämpfer aus
dem Landkreis Stollberg, die zu den jüngsten in dieser Altersklasse
gehören, kamen nicht an die Spitzenränge heran, verkauften sich jedoch
in einem bärenstarken Teilnehmerfeld nicht unter Wert.
Als
einziger konnte sich Tobias Löffler vom Ringerverein Thalheim über einen
Einzelerfolg freuen. Im Limit bis 60 kg gewann der 17-Jährige die
Qualifikationsrunde gegen Eyk Fraede von Preußen Berlin klar mit 8:0 und
7:3. Im Achtelfinale war für "Tobi" allerdings Endstation, denn
gegen den Potsdamer Marc Wentzke fand der Thalheimer vor allem in der
Bodenrunde kein Mittel und unterlag 0:3 und 0:5. "Die Wertungen, die
da aus der Bodenlage heraus gegeben wurde, waren haarsträubend",
ärgerte sich Thalheims Trainer Tino Korb nicht nur bei diesem Kampf über
die Unparteiischen. Da der Brandenburger Wentzke nicht bis ins Finale
vorstieß, blieb für Tobias Löffler schließlich auch der Weg über die
Hoffnungsrunde zu einer besseren Platzierung verwehrt. Rang 13 stand am
Ende auf der Ergebnisliste für den RVT-Athleten zu Buche.
Ähnlich
erging es in der gleichen Gewichtsklasse Kevin Mehlhorn vom RVT, der dem
Vizemeister der A-Jugend, Sven Dürmeier (Nürnberg), in der Bodenrunde
unterlag. Auf Rang neun kam der Lugauer Kirk Reimer (50 kg), wie Mehlhorn
ein A-Jugend-Ringer, der im ersten Duell Alexander Alferov unterlag. Dabei
hatte es anfangs sehr gut für Kirk ausgesehen, denn die erste Runde war
5:0 an den Erzgebirger gegangen. Die Durchgänge zwei und drei gewann dann
jedoch der Sachsen-Anhaltiner, so dass für den Eichenkranz-Athleten das
Turnier hier beendet war.
"Alle drei haben haben noch mindestens zwei Jahre, um in dieser
starken Altersklasse vorn mitzumischen", richtete sich der Blick von
Tino Korb schon wieder nach vorn. Für Kevin Mehlhorn, der sogar erst im
ersten Jahr der Jugend A kämpft, ergibt sich sogar noch viermal die
Möglichkeit, eine Medaille bei Deutschen Junioren-Meisterschaften zu
erkämpfen.