| Peter und Michel sind
Landesmeister
Sachsenmeisterschaften Jugend D
(Freistil): Vier Thalheimer auf dem Treppchen
Zu den Landesmeisterschaften der Jugend D im Freien Ringkampf fanden insgesamt 87 Sportler aus 19 Vereinen den Weg ins vogtländische Weischlitz, wo der ASV Plauen als Ausrichter fungierte.
Dass es in dieser Altersklasse sehr gut mit der Nachwuchsarbeit beim
Ringerverein Thalheim läuft, spiegelt sich in der Mannschaftswertung
wider. Mit zweimal Gold und zweimal Silber wurden die Drei-Tannen-Städter
bester Verein des Freistaates.
In der 34-kg-Klasse rangen 10 Aktive um die begehrten Medaillen, unter ihnen Alexander
Tyschkowski vom RV Lugau. Seinen Auftaktkampf gewann Alex klar gegen Yasin Uzun aus Weißwasser auf Schultern, nachdem er die erste Runde schon technisch überlegen für sich entscheiden konnte. In der zweiten Wettkampfrunde schulterte Alex den Leipziger Arne Steffen. Von nun an folgten nur noch kreisinterne Auseinandersetzungen mit Ringern vom RV Thalheim. Als erster konnte
Alois Stürmer nicht gegen halten, er unterlag schon technisch geschlagen noch auf Schultern. Im Kampf um den Gruppenplatz eins verwies Alex
Chris Schneider in die Schranken - auch er ging auf Ast. So richtig gefordert wurde Alex erst im Finale von
Benjamin Opitz. Der Thalheimer holte sich die erste Runde mit 7:4 Punkten. Noch dramatischer wurde der zweite Kampfabschnitt, als es nach zwei Minuten 6:6 stand. Da diese Runde für Alex gewertet wurde, musste eine Entscheidung in Runde drei herbeigeführt werden. Jetzt erst wurde der Kampf klar von Alex bestimmt - er gewinnt überglücklich auf Schultern und holt sich die Goldene.
Der Thalheimer Jugendtrainer Tino Korb hatte gleich einen ganzen Bus voll junger Ringer an den Start gebracht. Acht Drei-Tannen-Städter stritten um die Medaillen. Von seiner besten Seite zeigte sich
Peter Haase, der in der 28-kg-Klasse elf Gegner hatte. Souverän kämpfte sich Peter mit vier Schultersiegen bis ins Finale vor. Auch hier ließ er keine Zweifel an seinen
Titelambitionen aufkommen und legte den Tauchaer Henschel auf Ast.
Ebenfalls die Goldmedaille erkämpfte sich Michel Nußhart in der 58-kg-Klasse. In dem nordisch gerungenen Wettkampf bei fünf Startern demonstrierte Michel sein technisches Repertoire und wurde sogar ein Kandidat für
die Auszeichnung zum "Besten Techniker". Mit Schulter- und Überlegenheitssiegen zeigte er seinen Gegnern die Grenzen auf und strahlte vom obersten Podestplatz.
Benjamin Opitz stellte sich in der 34-kg-Klasse dem Kampf um die Medaillen. Dabei kam es gleich in Runde eins zu einem vereinsinternen Duell mit
Nicolas Hoffmann, welches Benjamin für sich entscheiden konnte. Während Nicolas auch in seinem zweiten Kampf eine Niederlage einstecken musste und so vorzeitig aus dem Wettkampf ausschied, wollte Benjamin die Kohlen für seine Farben aus dem Feuer holen. Mit Schultersiegen über Schubert (Markneukirchen), Moser (Zöblitz) und Engel (Gelenau) zog Benjamin als Gruppenerster in das große Finale ein. Hier wartete mit dem Lugauer Tyschkowski der härteste Brocken, der diesen äußerst spannenden Kampf dann für sich entscheiden konnte und Benjamin auf Rang zwei verwies. Mit
Chris Schneider war ein weiterer Thalheimer bis 34 kg am Start. Nach Siegen über Steffen (Leipzig) und Uzun (Weißwasser) scheiterte Chris in seinem letzten Gruppenkampf an Alexander Tyschkowski. So hatte Chris noch die Möglichkeit, sich im Kampf gegen den Gelenauer Engel die Bronzemedaille zu sichern. Leider war bei dem jungen Thalheimer die Luft etwas raus, so dass es "nur" zu einem guten vierten Platz reichte. Wenig Losglück hatte der vierte 34er der Thalheimer.
Alois Stürmer begann mit einem Freilos, hatte gegen die starken Uzun und Tyschkowski aber keine Chance.
Schon nach dem Losen war klar, dass es in der 31-kg-Kategorie zu einem echten Highlight erst im Finale kommen kann.
Dominic Korb und der Plauener Bromnitz bestritten und dominierten die Vorrunde in getrennten Gruppen. Mit drei Schultersiegen bei jeweils hoher technischer Führung zog Dominic in den Endkampf ein. Auch hier gewann er die erste Runde überlegen, was mit den Ausschlag gab, ihn mit dem Titel "Bester Techniker" zu ehren. Da es in der zweiten Runde auch wieder bei Null beginnt, war für Spannung zwischen den beiden Dauerrivalen gesorgt. Über sich selbst sauer war Dominic nach einem kurzen Aussetzer, der ihm den Sieg kostete. Der Plauener fasste blitzschnell zu und konnte sich den Turniersieg mit einem Schultererfolg sichern. Zu einer Revanche bittet Dominic mit Sicherheit schon in 14 Tagen bei den Klassikern.
Eine ebenfalls starke Leistung bot Elias Stürmer in der 25-kg-Klasse. Unter acht Ringern erkämpfte sich der kleine Thalheimer mit zwei Siegen und zwei Niederlagen einen achtbaren vierten Rang. Besonderen Siegeswillen demonstrierte er dabei gegen den Werdauer Priwitzer, als er nach gewonnener erster Runde die zweite verlor und die Entscheidung in der dritten mit einer tollen Energieleistung zu seinen Gunsten herbeiführte.
Am letzten Samstag im Mai, zwei Tage nach Himmelfahrt, stehen für die D-Jugendlichen dann die Landesmeisterschaften im Klassischen Stil auf dem Plan. Dann geht es an das andere Ende des Freistaates, zum SV Grün-Weiß Weißwasser.
Weitere Bilder
Thomas Wolf, 14.5.06
|