| Hauchdünn Gold verpasst
Mitteldeutsche Meisterschaften, Jugend D
(Freistil): Dominic Korb im Finale knapp unterlegen, Benjamin Opitz Dritter
Potsdam.
Zum Saisonhöhepunkt der Jugend D schickte der Ringerverein Thalheim
vier junge Ringer in die brandenburgische Landeshauptstadt. Gold war bei
diesen Mitteldeutschen Meisterschaften im freien Stil nicht für den RVT
dabei. Dafür gewannen Dominic Korb, Benjamin Opitz und Chris Schneider in
den am stärksten besetzten Gewichtsklassen die Plätze zwei bis vier.
Ursprünglich hätten es fünf Nachwuchsathleten sein
sollen, die die Reise nach Potsdam antreten, doch Michel Nußhart
verletzte sich in der Vorbereitung am Fuß und musste seine
Titelambitionen bereits im Vorhinein begraben.
Dominic
Korb verpasste den Sprung aufs oberste Treppchen nur ganz knapp. In der
mit 21 Teilnehmern stärksten Gewichtsklasse bis 31 kg startete der Sohn
von Trainer Tino Korb mit zwei Erfolgen gegen Cottbusser Sportler ins
Turnier. Die drei Schultersiege danach, einer gegen den Luckenwalder
Turrak, bedeuteten schließlich den Einzug ins Finale um Rang eins. Dort
ging es hin und her, so dass beim Stand von 1:1-Runden der dritte
Durchgang entscheiden musste. Anfangs lag der Kontrahent aus Jena in
Führung, und der Thalheimer startete die Aufholjagd. Doch am Ende fehlten
nur wenige Sekunden, um aus dem Rückstand noch eine Goldmedaille zu
machen. "Es hat nicht sollen sein. Mit etwas mehr Cleverness wäre
hier der Sieg sicher drin gewesen", analysierte Tino Korb.
Dass
sie auf einem sehr guten Weg sind, bewiesen die beiden Thalheimer Starter
in der 34-kg-Klasse, wo Lugaus Alexander Tyschkowski klar dominierte.
Benjamin Opitz musste in drei harten Duellen über die Zeit gehen, ehe
nach einem Schultersieg gegen den Arterner Mayer und der Niederlage gegen
Tyschkowski der Einzug ins "kleine" Finale um Platz drei
feststand. Ähnlich erging es Chris Schneider, der im anderen Pool nur
Geißer aus Sömmerda unterlag. Der vereinsinterne Endkampf wurde
schließlich zu einer klaren Angelegenheit für Benny Opitz, der sich
damit über die Bronzemedaille freuen durfte.
Der zweifache Sachsenmeister Peter Haase schied im Limit
bis 28 kg nach einem Sieg und zwei Niederlagen vorzeitig aus. Für ihn
sind die Titel bei den Landesmeisterschaften bereits ein großer Erfolg,
da er selbst erst seit weniger als zwei Jahren beim Ringen dabei
ist.
Holger
Hähnel, 12.6.2006
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