| Abschluss mit Stockbrot
und Dudelsack Nachwuchs des
RV Thalheim feiert Saisonabschluss - Erfolgreichstes Jahr seit langem
Für den Nachwuchs des Ringervereins Thalheim geht in
diesen Tagen die erfolgreichste Saison der letzten Jahre zu Ende. Zwar
gelang in der Endabrechnung keine der heiß begehrten Medaillen bei
Deutschen Meisterschaften, doch mit sage und schreibe 18mal Edelmetall bei
Landesmeisterschaften (davon neunmal Gold) machten die jungen Mattenfüchse
vom RVT vor allem in der Breite einen gewaltigen Sprung nach vorn.
Zudem wurde 2006 mit Kevin Mehlhorn zum ersten Mal seit
vielen Jahren wieder ein Thalheimer Sportler zu einem Trainingslager der
Nationalmannschaft eingeladen. Für den 15-Jährigen sollte es eine
Riesen-Motivation sein, dass der Württemberger Frank Stäbler, den er bei
den Deutschen Meisterschaften noch bezwingen konnte, vor wenigen Tagen in
Istanbul Dritter der Europameisterschaften der Kadetten wurde.
Als
Belohnung für die erbrachten Leistungen feierten die Ringer am letzten
Wochenende vor den Sommerferien gemeinsam mit Eltern und Übungsleitern
den Saisonabschluss. Ihre Zelte schlugen die Zweikämpfer im Waldcamping
am Erzgebirgsbad auf. Zunächst war da eine kalte Nacht zu überstehen,
denn das Thermometer zeigte von Freitag auf Sonnabend nur 10 Grad an. Der
Sonnabend wurde dann zu einem echten Erlebnis. Nach Günsdorf ging es auf
Schusters Rappen, ehe dort ein Besuch des Reiterhofs anstand.
Hochinteressiert zeigten sich die 6- bis 14-Jährigen, saßen doch die
meisten von ihnen das erste Mal überhaupt im Sattel. Die nächste Überraschung
lauerte anschließend gleich vor der Tür. Zwei Kremser warteten vorm
Eingang des Reiterhofs und brachten die mittlerweile hungrig gewordenen
fast 30 Nachwuchsathleten nach Thalheim zum Mittagessen.
Mit
etwas Wehmut hatte Jugendtrainer Tino Korb am Sonnabendabend eine Aufgabe
zu erfüllen. Annabel und Anton Kosch, die beide seit zwei Jahren beim RV
Thalheim dabei sind, verabschiedete Korb mit einem kleinen Geschenk, denn
Görlitz wird nun die neue Heimat der Familie. "Ich hoffe doch, dass
wir sie ab und zu in Weißwasser wiedersehen, wenn dort ein Wettkampf über
die Bühne geht", war Tino Korb schon ein wenig traurig über den
Weggang, schließlich hatte Annabel in diesem Jahr mit dem Gewinn der
Mitteldeutschen Meisterschaften einen großen Erfolg feiern können.
Neben
dem Grillen von Stockbrot am Freitag war einmal mehr das
Dudelsackspiel von Silvio Haase aus Brünlos ein besonderer Höhepunkt des
Wochenendes. Der Vater des D-Jugend-Sachsenmeisters Peter Haase hatte sich
ein noch größeres und lauteres Instrument als im vergangenen Jahr
zugelegt und erfüllte damit bis in die Nacht hinein den Thalheimer Wald
am Erzgebirgsbad mit seinen Klängen.
Nach den verdienten Wochen trainingsfrei geht es für
den RVT-Nachwuchs ab nächsten Montag schon wieder hart zur Sache, denn zu
einem einwöchigen Trainingslager kommen dann die jungen Zweikämpfer aus
Merseburg mit Trainer und Olympiateilnehmer Sven Thiele in die
Drei-Tannen-Stadt.
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Holger
Hähnel, 2.8.2006
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