"Klassisch" soll wieder attraktiver werden

Regeländerung bringt durch Bodenkampf im griechisch-römischen Stil wieder mehr Aktionen 

Nur noch wenige Tage dauert es, bis die Ringkampfsaison 2006/2007 eröffnet wird. Wenn am 26. August die Teams des RV Thalheim II, des AC Auerbach und des RV Eichenkranz Lugau ins Geschehen eingreifen, müssen sich die Kämpfer auch auf eine Regeländerung im griechisch-römischen Stil einstellen. 

Nachdem im vergangenen Jahr bei den "Klassikern" die Kämpfe zum Großteil im so genannten Zwiegriff entschieden wurden, ringt man nun wieder einen Abschnitt im Bodenkampf. "Oft waren die Duelle in der vorigen Saison dadurch weniger attraktiv und es blieben Zuschauer weg", erinnert sich Thalheims Trainer Jochen Schwarzer, der optimistisch auf die neue Regelung blickt. In den Griechisch-Römisch-Begegnungen ab kommender Woche besteht eine der maximal fünf Kampfrunden dann jeweils aus einer Minute Standkampf und je 30 Sekunden Bodenkampf, wobei sich jeder Ringer einmal in der ausführenden Position befindet. Schafft der Obermann innerhalb dieser halben Minute keine Aktion, wie etwa eine Rolle und einen Ausheber, so wird er mit einem Punkt für den Gegner bestraft. 

Einer der spektakulären Würfe vom Petr Bielesz 2002 gegen den Pausaer Sandro Morgner. - [KLICK zum Vergrößern!]"Ich glaube, dass wir dadurch wieder schöne Würfe sehen werden", vermutet auch der Thalheimer Vereinschef André Schmidt mehr Aktionen als 2005. Besonders der Bodenspezialist Petr Bielesz, der in seine elfte Saison für die Drei-Tannen-Städter geht, sollte wieder mehr aus seinem Repertoire zeigen können.

Im Übrigen bleiben die Regeln des Vorjahres erhalten. Sieger nach Punkten ist der Ringer, der zuerst drei Durchgänge gewinnen kann. Steht es am Ende einer der zweiminütigen Runden Unentschieden, entscheidet als erstes die Anzahl an Verwarnungen über den Rundengewinn. Falls auch dabei Ausgeglichenheit herrscht, sind die höchste erzielte Wertung bzw. die zuletzt erzielte Wertung ausschlaggebend. 

Die "Erste" des RV Thalheim hat gegenüber den Teams in Ober- und Regionalliga noch einige Wochen Zeit, sich auf die Neuerungen einzustellen, denn in der 1. Bundesliga starten die Duelle erst am 7. Oktober. Die Zwönitztaler fahren dann gleich zum Meisterschaftsfavoriten und amtierenden Titelträger nach Luckenwalde.

Holger Hähnel, 14.8.2006