| "Klassisch" soll
wieder attraktiver werden Regeländerung
bringt durch Bodenkampf im griechisch-römischen Stil wieder mehr
Aktionen
Nur noch wenige Tage dauert es, bis die
Ringkampfsaison 2006/2007 eröffnet wird. Wenn am 26. August die Teams des
RV Thalheim II, des AC Auerbach und des RV Eichenkranz Lugau ins Geschehen
eingreifen, müssen sich die Kämpfer auch auf eine Regeländerung im
griechisch-römischen Stil einstellen.
Nachdem im vergangenen Jahr bei den
"Klassikern" die Kämpfe zum Großteil im so genannten Zwiegriff
entschieden wurden, ringt man nun wieder einen Abschnitt im Bodenkampf.
"Oft waren die Duelle in der vorigen Saison dadurch weniger attraktiv
und es blieben Zuschauer weg", erinnert sich Thalheims Trainer Jochen
Schwarzer, der optimistisch auf die neue Regelung blickt. In den
Griechisch-Römisch-Begegnungen ab kommender Woche besteht eine der
maximal fünf Kampfrunden dann jeweils aus einer Minute Standkampf und je
30 Sekunden Bodenkampf, wobei sich jeder Ringer einmal in der
ausführenden Position befindet. Schafft der Obermann innerhalb dieser
halben Minute keine Aktion, wie etwa eine Rolle und einen Ausheber, so
wird er mit einem Punkt für den Gegner bestraft.
"Ich
glaube, dass wir dadurch wieder schöne Würfe sehen werden",
vermutet auch der Thalheimer Vereinschef André Schmidt mehr Aktionen als
2005. Besonders der Bodenspezialist Petr Bielesz, der in seine elfte
Saison für die Drei-Tannen-Städter geht, sollte wieder mehr aus seinem
Repertoire zeigen können.
Im Übrigen bleiben die Regeln des Vorjahres erhalten.
Sieger nach Punkten ist der Ringer, der zuerst drei Durchgänge gewinnen
kann. Steht es am Ende einer der zweiminütigen Runden Unentschieden,
entscheidet als erstes die Anzahl an Verwarnungen über den Rundengewinn.
Falls auch dabei Ausgeglichenheit herrscht, sind die höchste erzielte
Wertung bzw. die zuletzt erzielte Wertung ausschlaggebend.
Die "Erste" des RV Thalheim hat gegenüber den
Teams in Ober- und Regionalliga noch einige Wochen Zeit, sich auf die
Neuerungen einzustellen, denn in der 1. Bundesliga starten die Duelle erst
am 7. Oktober. Die Zwönitztaler fahren dann gleich zum
Meisterschaftsfavoriten und amtierenden Titelträger nach Luckenwalde.
Holger
Hähnel, 14.8.2006
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