| Thomas Berger ist Vizeweltmeister Thalheimer unterliegt am Wochenende im lettischen Riga nur knapp im
Finale
Seit dem Sonntag haben die Thalheimer Ringer mit Thomas Berger den
zweiten Veteranen-Vizeweltmeister in ihren Reihen. Nachdem Rüdiger Möhring
dieses Kunststück im Jahre 2000 gelungen war, kehrte "Bergsi" am Montag mit
der WM-Silbermedaille aus der lettischen Hauptstadt Riga zurück.
"Eine Medaille war mein Ziel. Nun freue ich mich natürlich riesig darüber",
war Berger glücklich. Mit diesem Erfolg machte er sich gleich das passende
Geburtstagsgeschenk, denn am Donnerstag wird der Thalheimer 35 Jahre alt. Einige Kilo musste Thomas Berger "abspecken", um auf das erforderliche Limit
von 58 Kilogramm zum Wiegen am vergangenen Sonnabend zu kommen. "Wir sind am
Mittwochabend angekommen, da war es schon etwas anstrengend, das Gewicht drei
Tage zu halten", erzählt der frisch gebackene Vizeweltmeister.
Ins Turnier startete der Griechisch-Römisch-Spezialist mit einem Schultersieg
gegen den Iraner Alireza Sharifi. Im zweiten Kampf folgte ein hart umkämpfter
Punktsieg gegen Valeriy Kalinin, den russischen Veteranen-Vizeweltmeister des vergangenen
Jahres. Nachdem Berger im dritten Duell den Norweger Bard Fornebo per Ausheber auf "Ast" befördert hatte, konnte er sich der angepeilten Medaille
bereits sicher sein.
Im Endkampf um Gold und Silber ging es nun gegen den viele Jahre in der deutschen Bundesliga aktiven Tero Katajisto (Finnland). Die erste Runde
gewann der Finne und auch im zweiten Durchgang lag Katajisto vor dem abschließenden Bodenkampf mit 4:2 vorn. Bergsi nutzte die Chance und rollte
seinen Kontrahenten, was normalerweise den Ausgleich hätte bedeuten müssen.
Doch die Kampfrichter gaben zum Unverständnis der deutschen Delegation zwei
Punkte für beide Ringer. Damit gewann der Finne den Kampf und wurde Weltmeister. "Schade, wenn der Hauptkampfrichter aus Finnland kommt,
passieren eben solche Dinge", ärgerte sich Berger trotz des Erfolges dennoch
etwas über die Art der Niederlage im Finale.
In der Nationenwertung mischte die deutsche Mannschaft gut mit. Hinter Russland, Iran und der Ukraine kam man - auch dank der Leistung von Thomas
Berger - auf den vierten Rang.
Holger
Hähnel, 12.9.2006
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