Thalheim.
Der Thalheimer Juniorenringer Tobias Löffler erkämpfte am vergangenen
Wochenende den dritten Platz beim Internationalen Osterpokal im
holländischen Utrecht. Nicht unter die besten Sechs kam bei dem mit 627
Athletinnen und Athleten aus 16 Ländern besetzten Turnier der Lugauer
Kirk Reimer. Für die beiden Ringer des Landkreises sollte das
hochkarätige Turnier noch einmal Vorbereitung auf die Deutschen
Juniorenmeisterschaften in drei Wochen sein.
Viel Lob gab es für Tobias Löffler (Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm)
von Landestrainer Carsten Einhorn. "Insgesamt war das eine
Top-Leistung von ihm, nur den Auftaktkampf hat er ein bisschen
verschlafen", ärgerte sich der Coach dennoch ein wenig über die
Punktniederlage gegen den späteren Ersten Timo Niedermaier (Südbaden).
Umso mehr freute sich der Gelenauer über die folgenden fünf Kämpfe, die
der 18-Jährige allesamt siegreich gestalten konnte. Insbesondere die
Erfolge gegen den ehemaligen Deutschen A-Jugendmeister Benjamin Raiser
(Württemberg) und im Finale um Bronze gegen den schwedischen Meister
Lukas Nilsson sollten dem Thalheimer viel Selbstvertrauen geben, wenn es
Ende April zu den nationalen Titelkämpfen ins hessische Gailbach geht.
"Ich glaube, dass Tobias da vorn mitringen kann, zumal er noch eine
Gewichtsklasse tiefer an den Start gehen wird", verbreitete der
Landestrainer nach der Rückkehr aus den Niederlanden schon einmal
Optimismus.
Nicht so gut lief es für Kirk Reimer vom RV Eichenkranz Lugau
(Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm). Nach einem kurzrundigen Schultersieg
gegen den Südbadener Moosmann unterlag Kirk dem Franzosen Kilian nach
Punkten. Gegen den Dänen Sloendregt sah dann alles danach aus, als könne
der Lugauer weiter im Rennen bleiben, denn er gewann die erste Runde klar
mit 6:0. Auch in Runde zwei lag der Eichenkranz-Athlet in Führung, doch
dann wollte er zuviel, wurde bei einem Rollenversuch abgefangen und
unterlag auf Schultern. "Kirk muss seine Bodenabwehr noch etwas
verbessern, dann wird er auch bei den Deutschen Meisterschaften eine gute
Chance haben", gab Carsten Einhorn seinem Schützling noch ein paar
Hinweise für das Training in den kommenden drei Wochen mit auf den Weg.