| Petr Bielesz ist
Veteranen-Weltmeister "Mister Zuverlässig" in Ungarn ganz oben - Olaf Brandt gewinnt Silber
Petr Bielesz kämpfte sich im sehr starken 16-köpfigen Teilnehmerfeld der Gewichtsklasse bis 76 Kilogramm souverän durch das Turnier. Vor allem am Boden nutzte der 36-Jährige seine Stärken und bewies, dass er für die anstehende Saison mit dem RV Thalheim hoch motiviert und topfit ist. Mit einem knappen Punktsieg gegen den Russen Tatarintsev war "Mister Zuverlässig", wie man ihn in Thalheim oft nennt, am Sonntagvormittag in die WM-Duelle gestartet. Auch im Viertel- und Halbfinale blieb er nach 2:0-Rundensiegen gegen Ayyildiz Ercan (Türkei) und Vladimir Sokolov (Russland) jeweils der bessere Mann. Enger ging es im Endkampf um Gold gegen den Franzosen Paul Frédéric zu, denn Bielesz, der bereits seit 1996 für die Thalheimer auf der Matte steht, verlor die zweite Runde. Im entscheidenden dritten Durchgang behielt er jedoch mit 3:0 die Oberhand, so dass der Weltmeistertitel des Chomutovers perfekt war. Für den mehrfachen tschechischen Meister ist dies der größte Erfolg seit dem vierten Platz bei den Europameisterschaften 1993 und diesem mindestens ebenbürtig. Als Vizeweltmeister verbuchte Olaf Brandt von den Drei-Tannen-Städtern in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm ebenfalls einen großen Erfolg. Dennoch haderte er mit dem Ausgang. "Wenn man in Ungarn auf einen ungarischen Ringer im Finale trifft, darf man scheinbar nicht gewinnen", ärgerte sich Brandt über die Fehlurteile der Schiedsrichter im Duell um Gold. Dort wurden gegen den Magyaren Gábor Mátyás mehrfach klare Wertungen des Thalheimers nicht gegeben, was am Ende einen knappen Erfolg mit 2:2 und 3:1 für den Einheimischen bedeutete. Zuvor hatte Brandt bereits drei harte Kämpfe bestritten. Gegen den ehemaligen Weltcup-Zweiten Zafar Yakushev (Russland) siegte er mit 5:0 und 2:1, zog sich aber dann beim Überlegenheitserfolg gegen den Aserbaidschaner Mirzaliyev eine Oberschenkelverletzung zu, die ihn in den folgenden Kämpfen behinderte. Im Duell um den Finaleinzug wurde es noch einmal brisant. "Ich hatte gehörigen Respekt vor meinem Gegner", wusste Olaf Brandt, dass sein Kontrahent Viktor Smirnov (Ukraine) zuvor den WM-Siebenten von 1998 Olexander Stepanyan (Ukraine) aus dem Turnier gefegt hatte. Nach verlorener erster Runde spielte der RVT-Athlet seine konditionellen Stärken aus u nd gewann mit 2:1 Durchgängen. "Fantastisch, einen Weltmeister gab es in unserem Verein noch nie", sagte Thalheims Vereinsvorsitzender André Schmidt, nachdem die Nachricht von den beiden WM-Medaillen und der Jubel von Ungarn nach Thalheim übergeschwappt waren. Damit war der RV Thalheim gleichzeitig der erfolgreichste deutsche Verein bei diesen Weltmeisterschaften. Die Kämpfe von Petr Bielesz (76 kg, 16 Teilnehmer) Qualifikation: -> Alexey Tatarintsev (Russland) Punktsieg
(1:1/3:1) Die Kämpfe von Olaf Brandt (63 kg, 10 Teilnehmer) Qualifikation: -> Zefer Yakushev (Russland) Punktsieg
(5:0/2:1) Externer Link: Holger Hähnel, 3.9.2007 |