| BILANZ LANDESMEISTERSCHAFTEN
Die meisten Kämpfer kommen aus
der Drei-Tannen-Stadt
RV Thalheim zweitbester Verein bei den bisherigen
Landesmeisterschaften - 17 Teilnehmer bei DM
Bilanz nach 11
von 14 Wettkämpfen - Klick!
Thalheim. Fast alle Landesmeisterschaften haben die
Ringer in Sachsen bereits hinter sich. Fünf Wettkämpfe in elf Kategorien
wurden seit Anfang Januar von der Jugend C bis zu den Junioren sowie bei
den Mädchen und Frauen ausgetragen. Nur die jungen Mattenflöhe der D-
und E-Jugend müssen noch ihre Kräfte messen, doch das werden sie erst im
Mai tun, wenn die Deutschen Meisterschaften in allen anderen Altersklassen
beendet sind.
Für den RV Thalheim sind die Landesmeisterschaften 2008 bisher eine echte
Erfolgsgeschichte. Die Drei-Tannen-Städter stellten mit 39 Startern so
viele Teilnehmer wie kein anderer Verein in Sachsen. Anders ausgedrückt
kam bei den Titelkämpfen, bei denen bislang 360 Athletinnen und Athleten
aus 20 Vereinen um Medaillen kämpften, jeder neunte Sportler aus dem Zwönitztal.
Auch in der Vereinswertung, wo entsprechend den Platzierungen Punkte
vergeben werden, ist der RVT Spitze. Mit 180 Zählern liegt man hier knapp
hinter dem KFC Leipzig (202) und vor den Traditionsclubs aus Werdau und
Aue (jeweils 147) auf Rang zwei. Neun Titel, achtmal Silber und zehnmal
Bronze konnten die Thalheimer dabei einfahren. Der RV Eichenkranz Lugau
belegt in dieser Wertung mit 88 Punkten den zehnten Rang.

Die Thalheimer DM-Teilnehmer der C-Jugend:
Benjamin Opitz (42 kg), Chris Schneider (42 kg), Michel Nußhart (63 kg),
Dominic Korb (38 kg) und Peter Haase (31 kg).
"Wir wollen den ersten Platz wieder zurückerobern", gibt sich
Nachwuchstrainer Tino Korb bei diesem Zwischenstand kämpferisch. Die
Chancen, dass die Thalheimer die Ringer vom Leipziger Landesstützpunkt
noch einmal überholen, stehen gar nicht so schlecht. Gerade in der D- und
E-Jugend hat der RVT einige heiße Eisen im Feuer, die im Mai für viele
Punkte sorgen sollen.
Bereits 2007 konnten sich die Schützlinge der Trainer Tino Korb und Frank
Graube in der Addition aller Landesmeisterschaften an die vorderste Stelle
setzen. Das war jedoch nicht immer so. "Es ist ein kontinuierlicher
Weg seit etwa 2001, mit dem wir wieder an die Spitze der sächsischen
Vereine gefunden haben", erzählt der Vereinsvorsitzende André
Schmidt. Vor sieben Jahren noch lag man weit abgeschlagen im hinteren
Mittelfeld auf Rang 15. Jahr für Jahr ging es schließlich aufwärts und
die kontinuierliche Arbeit der Trainer zahlte sich schließlich aus.
Schon Anfang und Mitte der Neunzigerjahre zählte die Thalheimer
Nachwuchsabteilung um den damaligen Trainer Jürgen Arnas zu den stärksten
im Freistaat. Drei nationale Titel und sogar der vierte Platz der
C/D-Jugendmannschaft bei den Deutschen Meisterschaften 1992 markierten die
Höhepunkte jener Zeit, ehe Jürgen Arnas aus beruflichen Gründen nicht
mehr als Trainer zur Verfügung stand und man am Ende des Jahrzehnts einen
Einbruch erlebte. Auch heute ist beim RV Thalheim sicher auch noch nicht
alles perfekt. "In der A- und B-Jugend klafft noch ein Loch, das mit
Neuanfängern nicht zu stopfen ist", weiß Tino Korb.
Rekordverdächtig ist in diesem Jahr die Zahl der Thalheimer Ringer, die
sich für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren konnten. Inklusive
der Männer-Altersklasse gehen 17 Athleten an den Start. Ob es diesmal zu
einer Medaille reicht, bleibt abzuwarten - es wäre die erste seit 2004,
als der B-Jugend-Ringer Tobias Löffler Silber gewann. Bereits an diesem
Wochenende besteht die erste Chance dafür, denn bei den Deutschen
Meisterschaften der Mädchen und Frauen sind auch drei Thalheimerinnen
dabei.
Holger
Hähnel, 26.2.2008
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