| Zum Geburtstag
Himmel voller Geigen
Benjamin Opitz wird Deutscher Meister der C-Jugend - Bronze für Alexander Tyschkowski (Lugau)
Diese nationale Goldmedaille von Benjamin Opitz hat historische Bedeutung, denn sie ist die erste für den Verein aus der Drei-Tannen-Stadt seit 1996. Damals hatte Dominic Förster den Titel in der Jugend B geholt. "Der absolute Wahnsinn, was Benny hier geleistet hat", sprudelte die Freude bei Trainer Tino Korb nur so heraus. Er ging in "Hammer-Gewichtsklasse" bis 38 Kilogramm an den Start, die mit 36 Teilnehmern so stark besetzt war wie keine andere. In den sieben siegreichen Poolkämpfen holte der junge Thalheimer sensationelle 80 Wertungspunkte - so viel wie kein anderer Ringer bei allen Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr. Stets suchte er in seinen Duellen nach Möglichkeiten, um eine Technik anzusetzen und hatte damit Erfolg.
Vor dem Finale gegen Philipp Späne vom TuS Adelhausen war der Coach guter Dinge. "Der kommt Benny entgegen, weil er selbst angreift", prognostizierte Tino Korb am Samstagabend. Die erste Runde ging 1:1 aus, doch aufgrund der letzten Wertung mit dem besseren Ende für Opitz. In Durchgang zwei bewies das RVT-Talent seine Kondition und sicherte mit einer Kopfrolle den 2:0-Rundensieg und damit den Titel des Deutschen Meisters. "Ich habe mich das ganze Wochenende gut gefühlt, aber dass es Gold wird, hätte ich am Anfang nicht gedacht", war der ehrgeizige Blondschopf überglücklich. Die Bronzemedaille von Alexander Tyschkowski (46 kg) stellt auch für den Lugauer den bisher größten Erfolg seiner noch jungen Karriere dar. Mit vier souveränen Siegen ins Turnier gestartet unterlag er nur gegen den bärenstarken Johannes Schleining (Südbaden) und zog mit einem Zwei-Runden-Sieg über Marius Weiss (Triberg) ins kleine Finale ein. Dort gelang ein Blitzsieg nach 90 Sekunden gegen den Bayern Tim Samuel Wittenzellner. Um eine Medaille hätte durchaus auch Chris Schneider (42 kg) kämpfen können. Gegen Karakaya (Nordbaden) unterlag er unglücklich und verpasste so das kleine Finale. Mit einem souveränen Schultersieg gegen King (Württemberg) wurde es am Ende Rang 7. Elias Stürmer vom RVT musste bei seinen ersten Deutschen Meisterschaften als jüngster der C-Jugend noch Lehrgeld zahlen. Er schied nach einem Sieg und zwei Niederlagen aus. Empfang am Thalheimer Rathaus noch am Sonntagabend
Holger Hähnel, 19.4.09 |