Schwerer Stand bei hochkarätigen Turnieren in Polen

Thalheimer Erstliga-Kader in Warschau und Mysłowice ohne vordere Platzierung

Thalheim. Fünf Ringer aus dem Kader des Erstbundesligisten RV Thalheim nahmen am Wochenende an zwei hochkarätigen internationalen Turnieren in Polen teil. Athleten aus den besten Ringernationen der Welt wie Russland, Iran, Bulgarien und weiteren ehemaligen GUS-Staaten gaben sich von Donnerstag bis Sonntag in Warschau und Mysłowice die Klinke die Hand. Aufgrund dieser starken Besetzung bezeichneten Ringkampf-Experten die Turniere auch als "Weltmeisterschaft vor der Weltmeisterschaft", schließlich beginnen in fünf Wochen die Welt-Titelkämpfe im dänischen Herning.

Beim traditionsreichen "Pytlasiński"-Turnier in Mysłowice bekamen Erik Weiß (60 kg) und David Vala (96 kg) gleich zu harte Brocken vorgesetzt und schieden jeweils in der ersten Runde aus. Weiß hatte den amtierenden EM-Dritten Ivo Angelov (Bulgarien) zum Gegner und unterlag nach Punkten. Vala wurde nach einer hauchdünnen Niederlage am Schluss auf dem elften Rang platziert.

Beim "Ziółkowski"-Turnier in Warschau starteten die drei RVT-Neuzugänge Krzysztof Bieńkowski (60 kg), Kamil Skaskiewicz (84 kg) und Radek Dublinowski (96 kg). Am besten schnitt der erst 18-jährige Bienkowski mit seinem überraschenden 12. Platz ab. Er bezwang im Auftaktkampf den Finnen Hyytiaeinen nach Punkten, verlor aber im Achtelfinale knapp gegen seinen Landsmann Adam Blok in zwei Runden. Etwas hinter den Erwartungen blieb Skaskwieciz, der nach seiner Niederlage gegen den Olympia-Siebenten und amtierenden Dritten der EM, Nauruz Temrezov (Aserbaidschan), ausschied. Der Ex-Berliner Radek Dublinowski kam auf Platz 13 ein.

Holger Hähnel, 17.8.09.