|
Peter Haase liefert sein Meisterstück
16-Jähriger holt sich DM-Titel der Kadetten -
Top-6-Platzierungen für Benjamin Opitz und Elias Stürmer
Von Michael Thriemer
Man hatte es erhofft, erwünscht oder auch herbeigesehnt,
jetzt ist es perfekt: Der Thalheimer Peter Haase,
Schüler an der Sportschule in Leipzig, konnte die guten Leistungen
im letzten Jahr bestätigen und holte sich in überzeugender
Manier die Goldmedaille bei den Deutschen Meisterschaften
im Limit bis 50 Kilogramm im klassischen Stil.
Peter Haase jubelt mit Landestrainer Carsten Einhorn
- KLICK zum Vergrößern!
„Einfach genial, wie Peter unsere Marschroute bis ins harte Finale
durchgezogen hat. Er hat souverän und sicher gerungen und sich selbst
für die vielen harten Trainings-Einheiten belohnt, wir sind happy“,
freute sich Landestrainer Carsten Einhorn mit seinem Schützling.
Dabei verlief der Auftakt nach dem Wiegen am Freitagabend noch etwas holprig, denn zwei knappe Rundensiege über Andreas Mossmann
(Germania Sulgen) mussten vorerst genügen. Doch ab Samstag drehte der clevere junge Mann richtig auf und
landete nacheinander vier haushohe Siege, davon sogar einen auf Schultern. Bei 18 angetretenen Teilnehmern wurde im Pool-System
gerungen, deshalb hatte Haase fünf Duelle bis zum ersehnten Finale zu absolvieren. Hier hatte Witali Lazowski aus Kleinostheim
in zwei Runden das Nachsehen. Durchgang eins ging dank der letzten Wertung beim 1:1 an den in
Blau ringenden RVT-Mann, den zweiten Abschnitt holte er sich dann überlegen vorzeitig mit 6:0
und sorgte damit natürlich für Jubel beim mitgereisten Anhang und Trainer-Stab.
Peter Haase jubelt in einem Poolkampf
- KLICK zum Vergrößern!
In der selben Gewichtsklasse musste sich Felix Krieglstein (RV Thalheim) erst zurecht finden, kam aber
nach zwei guten Auftritten und einer gewonnen Runde auf einen ordentlichen 13. Platz.
Überraschen gut schlug sich sein Vereinskamerad Elias Stürmer, der im Limit bis 46 Kilogramm ins ganz kleine
Finale um Platz fünf einzog, sich dort aber Felix Losmann vom gastgebenden
RSC Laudenbach auf Schultern geschlagen geben musste, dennoch Hochachtung vor der
Leistung des mitunter unscheinbar wirkenden jüngeren der beiden Stürmer-Brüder.
Schwer hatte es auch Thalheims Chris Schneider (69 Kilogramm) – bei 21 angetretenen Kontrahenten war ein Mammutprogramm zu absolvieren. Zwei Sieg und zwei Niederlagen reichten nicht ganz für eine Platzierung unter den Top-Ten.
Ähnliche Situation für Alexander Tyschkowski, dem einzigen Teilnehmer
des RV Eichenkranz Lugau an diesem Wochenende.
16 Athleten konkurrierten um die Medaillen – ein Sieg und zwei
(teils knappe Niederlagen), unter anderem gegen den späteren Goldmedaillengewinner
Hannes Wagner (AC Lichtenfels) waren ausschlaggebend für einen guten achten Rang.
Im freien Stil in Kleinostheim brachte der RV Thalheim
Medaillenhoffnung Benjamin Opitz im Limit bis 69 Kilogramm auf die Matten.
„Hier war viel Pech dabei, weil sich alle gegenseitig die Punkte wegnahmen.
Nur eine gewonnene Runde bei der Niederlage gegen den
späteren Dritten Lukas Grundler hätte die Tür nach vorn
weit aufgestoßen, aber so ist es halt manchmal“, meinte der mitgereiste
Vater von Benjamin, Frank Opitz. Er und Thalheims Jugendwart
Tino Korb waren mit zur Unterstützung nach Hessen gereist.
In Folge dessen schaffte es der 16-jährige Thalheimer ins Finale um den
fünften Platz, das nach einem Schultersieg im ersten Durchgang über Erik Hötgen
(Köln-Mühlheim) kurzrundig auf sein Konto ging. Dem Favoriten und Sieger
Stefan Brugger aus Aichhalden hatte am Ende niemand etwas entgegen zu setzen.
Weitere Bilder
Michael Thriemer, 11.03.12. Fotos:
Uwe Fritzsch, Tino Korb.
|