20 Jahre im Dienst der Mannschaft

Thalheimer Tino Korb hängt Ringerschuhe an den Nagel

Selbst zwei Durchläufe von "Time To Say Goodbye" reichten nicht für die Dauer der Verabschiedung von Tino Korb. Mit dem Mattenfloh aus der Drei-Tannen-Stadt beendete am letzten Sonnabend einer der langjährigsten Ringer in der Thalheimer Mannschaft seine außergewöhnliche sportliche Karriere.
"Über die langen stehenden Ovationen habe ich mich wahnsinnig gefreut", verriet er im Nachhinein.

Schon vor 20 Jahren, im Alter von gerade mal 14 Jahren, stand Tino das erste Mal im Trikot der ersten Mannschaft auf der Matte. Auch nach der Wende und dem Umzug nach Auerbach blieb "Kerb'l", wie er oft genannt wird, seinem Verein treu. In der 2. Bundesliga gewann er bis ins Jahr 2001 den Großteil seiner Kämpfe.

Oft war dafür noch neben dem harten Training ein großer Preis zu bezahlen: das Gewichtmachen: Als bis vor wenigen Jahren noch die alten Gewichtsklassen galten, musste Tino bis zu sechs Kilo "abkochen", um sonnabends gegen seine Kontrahenten die oft kampfentscheidenden Punkte einzufahren.
Auch der letzte Kampf war ein Sieg: Den Auer René Sandig konnte Tino mit 8:6 bezwingen.

Mehrer Medaillen bei DDR-Meisterschaften und -Spartakiaden kann der Thalheimer in seiner Sammlung vorweisen.

Die Vereinsarbeit ist damit aber auf keinen Fall schon beendet. Für die Nachwuchsarbeit ist Tino als Jugendwart schon länger verantwortlich. Dass auch das von Erfolg gekrönt ist, beweisen die sechs Bezirksmeistertitel in der C-Jugend aus den vergangenen Wochen.

Von Frank Krumbiegel erhielt der Fliegengewichtler als Auszeichnung die Ehrennadel des Landessportbundes. Zum Ausklang der aktiven Laufbahn gesellten sich am Sonnabend auch Frau Ute sowie die beiden Söhne Christian und Dominic. Beide sind schon drauf und dran, in die Fußstapfen des Vaters zu treten - eine kleine Kuriosität eingeschlossen: Christian ringt in seinem Wohnort Auerbach, doch Dominic, der Jüngere von beiden, bestreitet im Verein des Vaters seine Wettkämpfe.

Impressionen vom Abschied Tinos (zum Vergrößern Draufklicken):

Die nächsten beiden Bilder sind von Tinos Schwester; an dieser Stelle herzlichen Dank!