In
einem engen und bis zur letzten Sekunde spannenden Ringkampfabend verlor die
zweite Mannschaft des RV Thalheim am vergangenen Sonnabend mit 14:17,5 in Weißwasser.
Die Gastgeber aus der Glasstadt stellten ihre Heimstärke unter Beweis und
hatten oft das nötige Glück auf ihrer Seite, während bei den Erzgebirgern
genau dies in den entscheidenden Momenten fehlte. Der dritte Rang der
Drei-Tannen-Städter in der Oberliga ist nun in Gefahr. Zur Zeit hat man
diesen zwar noch inne, jedoch punktgleich mit den Mannschaften auf den Rängen
vier bis sechs.
Im
ersten Duell lief noch alles nach Plan. Thalheims amtierender Deutscher
Vize-Meister der B-Jugend, Tobias Löffler (55 kg), gewann gegen Jürgen
Spranger standesgemäß per Kopfhüftschwung auf Schultern. Danach musste Rüdiger
Möhring (bis 120 kg) eine 1:4-Niederlage gegen Manuel Schreiber einstecken,
den er in der Vorrunde noch knapp bezwungen hatte. Robert Viehweger sah in
seinem Duell bis 60 kg gegen Matthias Mückisch lange wie der Sieger aus. Bei
eigener Führung wurde er dann vom Weißwasseraner in der letzten Kampfminute
per Schulterschwung in die gefährliche Lage gebracht. Hier konnte sich der
16-jährige Thalheimer nicht mehr befreien, so dass anstatt der erhofften zwei
Zähler für den RVT vier Punkte an die Gastgeber gingen. Heiko Krauß (96 kg)
brachte die Erzgebirger wieder in Front. Mit einem lupenreinen Überstürzer
legte er Knut Fehmann nach nur 44 Sekunden auf die Schultern.
Zur
Halbzeitpause waren jedoch wieder die Ostsachsen mit 8,5:8 vorn. Ihr Andreas
Panoscha (66 kg, Klassisch) ließ Dennis Mehlhorn nicht recht zur Entfaltung
kommen und holte selbst mit Bodenrollen einen 5:0-Punktsieg für sein Team.
Bis 84 kg (freier Stil) hielt Maik Hoeisel vom RVT den Rückstand gegen
Christof Petrick lange in Grenzen, kam nach der Kampfpause allerdings in die Rückenlage
und unterlag auf Schultern. Nun war es an Sebastian Weckener (66 kg,
Freistil), den inzwischen auf 12,5:8 angewachsenen Vorspung von Weißwasser zu
verkleinern. Er schaffte dies in einem harten Gefecht gegen Sascha Jusufow,
nachdem er eine Zwiegriffsituation für sich entschieden hatte.
Mit
Holger Hähnel hatten dann die Drei-Tannen-Städter wieder die Nase vorn. Der
24-Jährige rollte Mario Stanke mehrfach und nahm ihm Einser-Wertungen ab, bis
nach fünf Minuten die technische Überlegenheit hergestellt war. Von den
verbliebenen zwei Kämpfen musste nun mindestens einer von den Thalheimern
gewonnen werden. An diesem Abend waren die Hausherren jedoch
technisch-taktisch besser eingestellt. So unterlag zunächst Maik Wetzel gegen
Kai Bollfraß 0:6. Zum Abschluss kam Sven Zimmermann mit dem jungen Steffen
Nagorka im freien Stil des Weltergewichts einfach nicht zurecht. Alle Angriffe
des Thalheimers wurden exzellent abgewehrt, so dass der Weißwasseraner immer
wieder zu Ein-Punkt-Wertungen kam, die nach sechs Minuten zu einem 0:6 aus
Thalheimer Sicht führten.
Nach diesem Ergebnis sollte die zweite Thalheimer Vertretung die Köpfe
nicht hängen lassen. Der Kampf um Bronze ist weiter offen und kann schon am
kommenden Wochenende bei der Begegnung gegen Pausa/Plauen eine positive
Wendung für den RVT II erfahren.
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