Oberliga Sachsen 2004 - Berichte von den Kämpfen der anderen Teams

14. Kampftag, 20.11.2004: RV Eichenkranz Lugau - AC 1990 Taucha II

RV Eichenkranz Lugau - AC 1990 Taucha II 32 : 2

Den ersten von drei Heimkämpfen in Serie gewannen die Ringer von Eichenkranz Lugau sicher mit 32:2 gegen den AC Taucha II. Vor über 200 Zuschauern wurden die Gastgeber ihrer Favoritenrolle gerecht und bleiben zum kampffreien Tabellenführer Auerbach in Schlagdistanz. Bei einem Patzer der ACA–Staffel sind die Eichenkränze wieder dran.

In der 55 kg Klasse gingen die Punkte kampflos an Lugau, die Rand–Leipziger stellten hier keinen Ringer. Vorgezogen wurde dann der Kampf bis 74 kg Freistil. Von der überhöhten Niederlage in Auerbach gut erholt zeigte sich Rico Schreiter. Er beherrschte seinen Gegner Toni Riehl sicher und schulterte ihn noch in der ersten Runde beim Stand von 8:0. Die Gastgeber führten mit 8:0 in der Mannschaftswertung. Auch Zdenek Kocman hatte die Niederlage der Vorwoche gut verdaut und zeigte sich von seiner besten Seite. Er schulterte Carsten Wulf im 120 kg Freistil–Kampf per Abreißer nach nur 75 Sekunden und erhöhte damit das Eichenkranz–Punktekonto auf 12 Zähler. 

Da Jan Nagel noch nicht wieder einsatzbereit ist, sprang Patrick Thiel für ihn in die Bresche. Zunächst stand für ihn allerdings der Kampf gegen die Waage an. Patrick musste 4,5 kg abkochen, um im 60 kg Limit startberechtigt zu sein. Dass sich dieser Einsatz lohnte, zeigen die vier Teamzähler, die Patrick für die Eichenkränze holte. Sein Gegenüber Michael Ruprecht hatte selbst 5,6 kg Übergewicht, verschenkte damit die Chance auf mögliche Punkte für seine Mannschaft. Im außer der Wertung laufenden Freundschaftskampf agierte Patrick trotz eines 0:1-Rückstandes aus Durchgang eins zu passiv, als dass er das Blatt hätte noch wenden können. Am Ende verließ der Tauchaer die Matte als 9:0-Punktsieger, gewonnen jedoch hat Patrick. In der 96-kg-Klasse drehte wieder Viktor Pucala auf. Er ließ Simon Tanner gar nicht erst Zeit zum Eingewöhnen, legte gleich richtig los. Viktor rollte und warf seinen Gegner nach Belieben und war nach 1:15 Minuten 16:0-Überlegenheitssieger. Zur Halbzeit der Kämpfe stand eine klare 20:0-Führung der Hausherren auf der Anzeigetafel.

Teil zwei der Abendveranstaltung sollte nicht ganz so tadelsfrei verlaufen. Franko Baumann ging im Kampf der 66-kg-Klassiker zunächst nach einer Rolle mit zwei Punkten in Führung. Im weiteren Kampfverlauf baut er aber immer mehr ab und hat am Ende Mühe, einen 2:1-Vorsprung über die Zeit zu retten. Den farbenfrohesten Kampf lieferten die 84 kg Freistiler Jens Blachut und Manuel Fodi ab. "Blache" traf hier auf den hoffnungsvollsten Akteur der Gäste, der kurz vor dem Sprung auf einen Stammplatz in deren Bundesliga–Team steht. Wie ebenbürtig sich beide waren, zeigen die Punktestände: 5:5 nach drei Minuten, 8:8 nach sechs Minuten. Die Entscheidung sollte in der Verlängerung fallen. Hier nutzt der Tauchaer seine Wendigkeit und nimmt Blache die siegbringenden zwei Punkte ab. Der Beifall nach dem Kampf galt beiden Sportlern für diese Ringkampf-Werbung. 22:2 der Zwischenstand nach sieben Vergleichen. Als nächstes durfte Martin Richter ran. Gegen den physisch sehr starken Phillip Rößler stand Martin eine harte Auseinandersetzung bevor. Er ließ sich jedoch nicht beeindrucken und klinkte einen klasse Kopfhüftschwung aus. Nach 1:35 Minuten führte dieser zum Schultersieg, die Eichenkränze erhöhten nochmals ihr Punktekonto auf 26:2. 

Auch Andreas Füseler steht nach einem Fingerbruch dem Coach noch nicht wieder zur Verfügung, also musste er wieder selber ran. Gegen den ebenfalls schon bundesligaerfahrenen Robert Rieckhoff erkämpfte sich Jan Peprny in den ersten drei Minuten zwei Punkte. Diese verteidigte er in Runde zwei mit seiner ganzen Cleverness und steuerte seinerseits zwei Teamzähler bei. Auch wenn beim 28:2 schon alle Messen gelesen waren, freuten sich die meisten der zahlreichen Fans auf den abschließenden Kampf der 74 kg Klassiker. Für die Eichenkränze lief Michal Blaha auf. Die Gäste stellten einen ihren besten Freistiler, doch in der ihm nicht liegenden Stilart war er Michal praktisch chancenlos ausgeliefert. Mit Rollen und Lehrbuchreifen Würfen punktete er bis zur Überlegenheit von 20:0 und sorgte so für einen krönenden Abschluss.

Quelle: Webseite Eichenkranz Lugau (Thomas Wolf), 7.11.04