Oberliga Sachsen 2005 - Berichte von den Kämpfen des RVT II

3. Kampftag, 3.9.2005: WKG Leipzig/Großlehna - RV Thalheim II

Ronnys Kopfhüftschwünge reichen nicht zum Sieg

Oberliga Sachsen: Thalheim II unterliegt in Leipzig mit 14:20

Ihren zweiten Saisonkampf verlor das Oberligateam des Ringervereins Thalheim am Sonnabend bei der WKG Leipzig/Großlehna mit 14:20. Das Ergebnis gegen den starken Regionalligaabsteiger fiel trotz der Niederlage jedoch besser aus als erwartet. Die zumeist jungen Athleten der zweiten Thalheimer Mannschaft boten durchweg eine kämpferisch ansprechende Leistung.

Besonders ragte Ronny Meier (66 kg, Klassisch) mit schönen Wurftechniken heraus. Gegen Fred Schönfeld konnte der 19-Jährige mehrfach seinen Kopfhüftschwung ansetzen, so dass er die ersten beiden Runden überlegen mit 6:0 bzw. 8:0 gewann. Zum Überlegenheitssieg reichte es dennoch nicht, denn in der dritten Runde musste Ronny dem hohen Tempo Tribut zollen und siegte nur knapp nach der "Brustklammer" mit 1:0.

Losgegangen war die Begegnung in Leipzig-Grünau mit einer knappen Niederlage von Kevin Mehlhorn (55 kg) gegen den zwei Jahre älteren Dustin Scherf. Im Anschluss hielt Frank Curth super gegen den 15 Kilo schwereren Maurice Denckert gegen und unterlag nur mit 1:3 Runden. Clever agierte Tobias Löffler (60 kg), der Timo Handrick dreimal klar den Schneid abkaufte. Mit dem zwischenzeitlich gefährdeten 3:1-Erfolg von Rüdiger Möhring (96 kg) über Sven Betschke lief es zu diesem Zeitpunkt optimal für die Drei-Tannen-Städter. Nur anfangs konnte danach Sebastian Weckener (66 kg, Freistil) gegen den ausgefuchsten Leduan Abdulla punkten, als er in der ersten Runde durch Konteraktionen mit 4:2 vorn lag. Am Ende stand dennoch ein klares 3:0 für den Leipziger auf der Anzeigetafel, so dass zur Pause die WKG zehn, die Thalheimer sieben Punkte auf ihrem Konto hatten.

Ausgleichen konnten die Erzgebirger mit Holger Hähnel (84 kg, Klassisch), der Andreas Behring in drei knappen Runden jeweils mit 1:0 bezwang. Der Sieg von Ronny Meier brachte anschließend sogar die zwischenzeitliche 13:10-Führung für den RVT. Die Messestädter legten nun umgehend nach. Ihr Maik Lieber (84 kg, Freistil) schulterte Thalheims Maik Hoeisel bereits in der ersten Minute per Bodenzange. Aufgerückt und daher um Schadensbegrenzung bemüht war Robert Viehweger (74 kg, Freistil), der für den in der letzten Woche operierten Dennis Mehlhorn in die Bresche sprang. Das 0:3 gegen den amtierenden Deutschen Vizemeister der A-Jugend, Eric Lüttich, war für Viehweger damit kein schlechtes Ergebnis.

Zum Abschluss hätte Daniel Koch (74 kg, Klassisch) nun schon auf Schultern oder technisch überlegen gewinnen müssen, um noch ein Unentschieden für den "kleinen RVT" herauszuholen. Zwar reichte es für Koch zu einem Rundengewinn, doch mehr war für den tapfer kämpfenden Thalheimer gegen Robert Rieckhoff nicht drin. "Ohne die Ausfälle in der 74- und 120-kg-Klasse hätten wir hier eine gute Siegchance gehabt", kommentierte Sven Zimmermann, der selbst auch gern auf die Matte gegangen wäre. Eine Knieverletzung hindert den 32-Jährigen jedoch momentan daran, so dass er als Betreuer der zweiten Mannschaft zur Verfügung steht.

Ein nachträglicher Wermutstropfen blieb zudem vom Kampf in der Vorwoche. Das Ergebnis der Begegnung gegen Weißwasser, die Thalheim zunächst mit 21:15 gewonnen hatte, wurde auf 0:36 für die Ostsachsen korrigiert. Die Zwönitztaler waren nach der Herausnahme von Dennis Mehlhorn nur mit acht Athleten angetreten, was laut Wettkampfordnung mit einer solchen Niederlage bestraft wird. Am kommenden Wochenende hat der RVT II wieder Heimrecht und trifft auf die WKG Plauen/Pausa II.

Holger Hähnel, 4.9.05