| 10. Kampftag, 22.10.2011:
AC 1897 Werdau II - RV
Thalheim II
Doppelerfolg in Werdau Oberliga: Werdau II - Thalheim II 17:19 - Jugendliga: Werdau - Lugau/Thalheim 19:22 Von Michael Thriemer Das Glück scheint der zweiten Mannschaft der Thalheimer wieder hold zu sein, wenn auch eine mannschaftlich geschlossene Leistung ihren wesentlichen Teil zum 19:17-Erfolg beim AC 1897 Werdau II beitrug. „Aufgrund einiger Ausfälle und Umstellungen hatten wir in den unteren und oberen Limits so unsere Probleme, stark dennoch, wie wir danach wieder zurückgekommen sind“, meinte Thalheims Trainer Sven Zimmermann. Er selbst hatte übrigens maßgeblichen Anteil am Auswärtssieg, weil er dem starken Werdauer Chris Wemme im letzten Kampf bis 74 Klogramm Freistil trotz anfänglicher Unsicherheit sicher mit 3:0 Runden distanzierte und am Ende sogar wieder die gefürchteten Beinschrauben durchzog. „Im Hinkampf war ich ja noch in drei Runden unterlegen. Diesmal merkte ich, dass Wemme nicht so gut drauf ist und konnte meinen Stil durchbringen“, so der mittlerweile 38-jährige Routinier, der noch immer auf das ein oder andere Leckerli seiner Freundin verzichtet, um das Weltergewicht halten zu können….. Dass die Moral im Team stimmt, zeigt die Tatsache, dass man sich auch von einem 1:14–Rückstand nach vier Vergleichen nicht entmutigen ließ und im Gegenteil weiter zum Angriff blies. Souverän und abgeklärt holte 15-jährige Chris Schneider noch vor der Pause einen 3:0-Erfolg gegen den wahrhaft nicht schlechten Andy Klein. Weitere volle Punktzahlen lieferten Sven Bachmann (66 kg, Freistil), der gegen den jungen Alexander Knobbe sein komplettes technisches Reservoir abrief, und Maik Hoeisel, dessen Gegenüber Tobias Nürnberger sicher so nicht geplante 400 Gramm Übergewicht hatte. Zudem griff man kurzfristig auf die Dienste von Tobias Löffler im klassischen Stil bis 74 Kilogramm zurück. Trotz der Tatsache, dass Löffler noch nicht voll wiederhergestellt sein kann, erzielte der frischgebackene Familienvater 20:0 Wertungspunkte in reichlich zweieinhalb Minuten und wurde so technisch überlegener Punktsieger gegen den erfahrenen Jürgen Klimke. Somit stand es also vor dem letzten Duell 17:16 für den Gastgeber, doch ließ Sven „Ex“ Zimmermann wie beschrieben nichts anbrennen und sicherte den Gesamtsieg für den RVT, der damit nach wie vor auf dem Silberrang im Klassement verbleibt. Jugendliga: WKG findet den Weg zum Erfolg zurück Ebenfalls ganz knapp erfolgreich, aber sicher glücklich und zufrieden, ist die Jugendliga-Wettkampfgemeinschaft Lugau/Thalheim aus dem westsächsischen Werdau zurückgekehrt. Auch hier schien das schon verloren gegangene Glück beim knappen 19:22-Endresultat seinen Weg zurück ins Team gefunden zu haben, stellte man sich doch einem ganz starken Werdauer Team. Aufgrund der sechs zu vier Einzelsiege geht der Sieg wohl letztlich in Ordnung, wenn es auch bei insgesamt sieben Schultersiegen auf beiden Seiten bis zuletzt spannend blieb. Sehr schön, dass sowohl drei Sportler von den Eichenkränzen aus Lugau als auch drei Thalheimer "Mattenfüchse" siegreich waren und somit alle einen gleichen Anteil am Erfolg hatten. Für den RVE Lugau siegten in den unteren Limits Moritz Frey, Tim Hamann und Anton Vieweg, während für den RV Thalheim Felix Krieglstein (der sich später auch noch erstmal im Oberliga-Team präsentierte, dort aber deutlich verlor), Philipp Schneider und Lars Breitfeld vornehmlich in den schwereren Gewichtsklassen erfolgreich waren. Der Lugauer Vieweg behielt in fünf Runden über die volle Distanz gegen Julian Riese mit 3:2 die Oberhand, während die vier Schultersieger Hamann, Krieglstein, Schneider und Breitfeld noch in der ersten Runde ihren Gegnern die Hallendecke zeigten. Trainer-Sohn Tim Hamann benötigte dafür gar nur 15 Sekunden. Somit keimen wieder Hoffnungen im Endspurt auf den „Platz an der Sonne“ – bei dem der RSV Greiz aber nach wie vor das letzte Wort hat. Michael Thriemer, 23.10.11. |