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Deutsche Meisterschaften U17 gr.-röm. in Luckenwalde (07./08.03.2026)

Thalheimer Eigengewächs gewinnt DM-Silber

Bei den nationalen U17-Titelkämpfen der Griechisch-Römisch-Athleten in Luckenwalde hat Sachsen die drittbeste Bilanz aller Bundesländer erreicht. Anteil daran hatte auch Vin Bräuer vom RVT.


THALHEIM/LUCKENWALDE – „Für Vin stellt der 2. Platz einen Riesenerfolg dar“, lautete das Fazit von Heiko Krauß. Der Landestrainer aus Thalheim freute sich über das Ergebnis seines Schützlings Vin Bräuer, der nach fünf kräftezehrenden Vergleichen Deutscher Vizemeister im Limit bis 71 Kilogramm der Altersklasse U17 wurde.

Sage und schreibe 21 Athleten standen in dieser Gewichtsklasse auf der Liste. Auf den Drei-Tannen-Städter wartete also starke Konkurrenz, was ihn nicht davon abhielt, seine vier Vorrunden-Duelle für sich zu entscheiden. „Einmal gewann er durch Technische Überlegenheit, aber auch seine drei Punktsiege waren souverän“, so Krauß. Als Sieger seines Pools durfte Bräuer um Gold kämpfen, womit ihm erstmals eine DM-Medaille sicher war. Der RVT-Athlet, der vor drei Jahren als Vierter sein bislang bestes Ergebnis auf nationaler Ebene erreicht hatte, ging im Finale sogar 1:0 in Führung. Doch in der zweiten Runde wurde er wegen Passivität in die Bodenlage geschickt, was der Stralsunder Jonathan Matzky zu einer Rolle ausnutzte – und 3:1 gewann.

Im Viertelfinale gegen seinen Landsmann Christopher Lang sah das schon anders aus. Den Sportler des SC Oberölsbach fegte er mit 8:0 von der Matte – bei Turnieren bedeutet dieses Resultat Technische Überlegenheit und hat den sofortigen Kampfabbruch zur Folge.

Titelfavorit erweist sich als zu stark Im Halbfinale wartete nun der in Deutschland lebende Rumäne Claudiu Gavrila, an den der Erzgebirger schlechte Erinnerungen hatte – vor zwei Jahren unterlag er ihm im Finale. Und auch diesmal erwies sich der Titelfavorit, der dieser Rolle einmal mehr gerecht wurde, als zu stark und gewann mit 5:1. Damit hatte Franke bereits Bronze sicher, denn sein vorgesehener Gegner im Duell um Platz 3, der Bulgare Krasimir Kalinov, trat wegen einer Verletzung nicht an. Zeit für weitere Medaillen hat der 46-Jährige übrigens noch zur Genüge: Bis zum 60. Lebensjahr darf er an der Veteranen-WM teilnehmen.

Damit hatte Bräuer allen Grund, stolz auf seine Silbermedaille zu sein. „Er hat einen großen Sprung nach vorn gemacht und sich für seinen Trainingsfleiß belohnt“, sagt Krauß über den ehrgeizigen Thalheimer, der in diesem Jahr vom Chemnitzer Landesstützpunkt an den Leipziger Bundesstützpunkt wechseln will. „Das ist der nächste Schritt“, so Krauß, der in Luckenwalde auch mit den anderen Sachsen-Grecos zufrieden war.

Andreas Bauer („Freie Presse“), 10.03.2026. Fotos: Dana Bräuer, Katrin Peprny.

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