Wettkampfregeln der Jugendliga

Die Erfolgsgeschichte der Lokalrivalen

Neu gegründete Wettkampfgemeinschaft Lugau/Thalheim beendet Jugendliga auf Rang 2

Lugau/Thalheim. In allen Sportarten sind die Rivalitäten zwischen zwei Vereinen und Orten dann besonders hoch, wenn beide nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen. Das galt bislang auch bei den Ringervereinen aus Lugau und Thalheim. So geht es in der Oberliga Sachsen oft heiß her, wenn die "Eichenkränze" auf die Bundesligareserve RV Thalheim II treffen.

Das Jugendligateam der WKG Lugau/Thalheim beim abschließenden Kampf in Plauen. Dort gewann man gegen den Spitzenreiter mit 26:21. - Foto: Eduard Tyschkowski (Klicken zum Vergrößern)
Das Jugendligateam der WKG Lugau/Thalheim beim abschließenden Kampf in Plauen. Dort gewann man gegen den Spitzenreiter mit 26:21. - Foto: Eduard Tyschkowski

Doch in diesem Jahr wich die Rivalität - zumindest im Nachwuchsbereich - einer erfolgreichen Zusammenarbeit in der Jugendliga Mitteldeutschland. Geboren Tino Korb und Michael Radtke auf der Trainerbank. - [KLICK zum Vergrößern!] wurde die Idee dazu vom Lugauer Trainer Michael Radtke. Die Saison ist für die 10- bis 14-Jährigen nach 12 Vergleichen mittlerweile vorbei. In ihrer letzten Begegnung gelang den Mattenfüchsen noch eine kleine Sensation, als man beim bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter, der WKG Pausa/Plauen, mit 26:21 siegte. Am letzten Kampftag wäre somit sogar noch der Sprung auf Platz eins möglich gewesen, doch mit einem Sieg gegen Leipzig und einem Punkt Vorsprung behielten die Vogtländer hauchdünn die Nase vorn. (Tabelle)

Der Weg zum zweiten Platz ist für die Verbindung der Eichenkränze mit den "Tannen" eine Erfolgsgeschichte. Die WKG startete mit fünf Siegen in die Saison. Erst am Ende der Hinrunde musste man federn lassen, als man vor heimischem Publikum mit 19:30 gegen Pausa/Plauen verlor. "Dummerweise gingen bei diesem Spitzenkampf gerade die Ferien los und plötzlich fehlten uns drei Ringer", beschreibt Tino Korb die Situation. Die Rückrunde lief dann noch besser. Nur einen Punkt musste das Team beim 24:24-Unentschieden gegen Zauckerode/Weißwasser abgeben, ehe mit den Siegen in Markneukirchen und Plauen am dritten Adventswochenende ein fulminanter Schlusspunkt gesetzt wurde.

Das Fachsimpeln nach dem Erfolg... - [KLICK zum Vergrößern!]Für die beiden Trainer ist jedoch nicht nur der Tabellenplatz ein Erfolg. "Im Laufe der Saison hat jeder junge Ringer einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht. Alle kämpfen mit viel mehr Köpfchen und Übersicht als noch vor der Jugendliga", erzählt Tino Korb. Auch die Konkurrenz wurde belebt, schließlich konnten nicht alle Nachwuchsathleten beider Vereine einen der begehrten 12 Plätze in der Mannschaft ergattern. "Unser Toni Drechsel hat sich enorm verbessert. Nachdem er beim Ausringen gegen Felix Krieglstein aus Thalheim verloren hatte, besiegte er ihn bei den Bezirksmeisterschaften", freute sich Lugaus Trainer Michael Radtke über die positive Entwicklung.

Auch in der Breite und bei der Zahl der Anfänger profitieren die Zweikampfclubs. Hier laufen die Entwicklungen in beiden Vereinen entgegen dem allgemeinen sächsischen Trend, denn in Thalheim beispielsweise zählt man mittlerweile über 40 ringende Jungen und Mädchen - Tendenz steigend. Auch in Lugau melden sich immer wieder neue Mattenflöhe beim Training an.

Aus den Lokalrivalen sind mittlerweile Freunde geworden, die gegenseitig mitfiebern und sich auch gegenseitig betreuen. "Es hat sich ein sehr schönes und harmonisches Verhältnis entwickelt. Auch die Eltern ziehen da mit", ist Michael Radtke voll der Lobesworte. Für ihn und für Tino Korb ist klar: Nächstes Jahr soll es eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte geben.

Holger Hähnel, 23.12.2007


Spitzenkampf geht verloren

Lugau-Thalheimer Jugendteam unterliegt Pausa/Plauen 19:30

Mit 19:30 verlor die Nachwuchsmannschaft des RV Lugau und des RV Thalheim am Sonnabend im Spitzenkampf der Jugendliga Mitteldeutschland gegen die WKG Pausa/Plauen. Zunächst lief es gut, denn in den unteren Gewichtsklassen konnten die Gastgeber einen Vorsprung herausringen. Das Gefecht des Abends lieferten sich dabei Chris Schneider und der Pausaer André Becher (38 Kilogramm). Nach 0:2-Rückstand bäumte sich Schneider auf und siegte noch 3:2.

Entscheidend für die Niederlage waren die schweren Gewichtsklassen. So konnte beispielsweise das Limit über 76 Kilogramm von den Lugauern und Thalheimern nicht besetzt werden. Zudem mussten Paul Schürer und Markus Langer unglückliche Schulterniederlagen hinnehmen, nachdem sie bereits vorn gelegen hatten. "Ich hoffe, dass wir in der Rückrunde dann mit der Stammaufstellung auflaufen können", hat Lugaus Trainer Michael Radtke Platz eins in der Jugendliga auch nach dieser Niederlage noch nicht aufgegeben.

Holger Hähnel, 15.10.2007

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Die Thalheimer in der WKG Lugau/Thalheim

31 kg: Peter Haase, Elias Stürmer
34 kg: Dominic Korb, Felix Krieglstein
38 kg: Chris Schneider, Alois Stürmer, Karl Uhlig
42 kg: Lukas Schmidt
46 kg: Benjamin Opitz
58 kg: Michel Nußhart
+76 kg: Maik Albrecht

grün - zur Stammmannschaft gehörend